Broome - Geralton

Donnerstag, 16. März 2017

Heute ist wieder Wäsche waschen angesagt. Danach fahren wir in die Stadt, einkaufen.

Mittags geht der im Februar in Katherine gekauft Ventilator kaputt. Das Teil wird ins Auto gepackt und wir fahren ins Boulevard Einkaufszentrum, da gibt es eine Target-Filiale. Zuerst sehen wir im Laden nach, ob ein Gerät der gleichen Marke im Laden vorrätig ist. Es stehen noch drei Ventilatoren im Regal. Nun führt der Weg zum Kundendienst. Ein Umtausch, das ist kein Problem. Dieter holt den defekten Ventilator aus dem Auto, ich inzwischen ein neues Gerät aus dem Regal. Ein Umtauschschein wird ausgefüllt, das war es. Mit dem neuen Ventilator zurück zum Wohnwagen und gleich probiert, ob das Teil auch funktioniert. Er läuft prima.

Im Resort gibt es auch einen Pool. Der wird heute Nachmittag ausprobiert. Das Wasser hat Badewannentemperatur, leider nichts zum Abkühlen.

Zum Sonnenuntergang fahren wir an den Strand. Dieter meint, jetzt probieren wir mal aus, wie sich das Auto im Sand verhält. Dieters Augenmaß ist immer wieder zu bewundern. Wie er das Auto über die Steine und Löcher fährt, einfach super. Am Strand wird das Auto geparkt. Es dauert nicht mehr lange, dann geht die Sonne unter. Zwei Kamelkarawanen ziehen an der untergehenden Sonne vorüber, ein für Broome typisches Bild.

Über dem Meer sind viele Blitze zu sehen. Dort draußen muss es ein ziemliches Gewitter geben.

Freitag, 17. März 2017

In Broome hat man von dem Gewitter heute Nacht nur die vielen Blitze gesehen. Es hat mal kurz gedonnert und etwas geregnet, der Wind war allerdings heftig.

Unser Stellplatz ist schön schattig, allerdings sitzen im Baum einige Vögel, die entsprechenden Dreck unter sich fallen lassen. Auto und Markise sehen entsprechend aus. Dieter beseitigt jeden Morgen den Dreck vom Auto, die Markise wird vor der Weiterfahrt sauber gemacht.

Heute machen wir einen Ausflug nach Chinatown. Hier hat sich seit dem letzten Besuch nicht viel geändert. Bedauerlicherweise gibt es das kleine Cafe, das auch gutes Eis verkauft hat, nicht mehr.

Im Baum neben dem Stellplatz lebt Larry. Larry ist eine Kragenechse und hat hier im Park ihr Revier.

Die Iren feiern heute Sankt Patricks Day. In Broome gibt es einen Irish Pub, da möchte ich gerne hingehen. Gegen 18 Uhr kommen wir dort an. Dieter macht die Tür zur Kneipe auf, ein Lärm, für mich unerträglich. Bevor ich noch in der Kneipe bin, tun schon die Ohren weh. Ich bin da vielleicht etwas empfindlich. Klar ist wo gefeiert wird auch Lärm, aber mir ist es zu viel. Also wieder kehrt und zurück zum Caravan

Samstag, 18. März 2017

In Broome ist heute Markt und wir fahren hin. Es sind nur wenige Stände, meistens mit Essen im Angebot, da. Der Ausflug hat sich nicht gelohnt. Da wir morgen weiterfahren werden noch frische Lebensmittel gekauft und Benzin nachgetankt.

Zurück am Wohnwagen steht erst mal die Reinigung der Markise an. Die im Baum sitzenden Vögel haben eine Menge Dreck unter sich fallen lassen.
Nachmittags in den Pool, zum nass werden. Bei Badewannentemperatur gibt es keine Abkühlung.

Dieter holt was zu trinken aus dem Auto und sieht, dass der eine Reifen vom Wohnwagen keine Luft mehr hat. Reifen wechseln noch vor dem Abendessen. Das Essen ist fertig, als Dieter die letzte Schraube anzieht. Gutes Timing.

Essen und dann umziehen, wir wollen ins Kino. Dort angekommen steht bereits eine Menschenschlange vorm Eingang, der noch geschlossen ist. Viele der Wartenden haben ihr Handy mit der online gekauften Eintrittskarte in der Hand. Nun sind wir an der Reihe und möchten zwei Karten kaufen. Alles ausverkauft, meint die Mitarbeiterin, nicht gerade freundlich. Es wundert uns, dass keine Karten mehr an der Abendkasse verkauft werden. Dieter probiert, ob es online noch Karten gibt. Da der Anmeldeprozess sehr kompliziert ist gibt es auf und wir fahren wieder zurück zur rollenden Wohnung.

Sonntag, 19. März 2017

Tagestemperaturen um die 40 Grad das ist inzwischen schon normal. Problematischer ist, dass es nachts immer noch 28 Grad (oder wärmer) ist, also keine richtige Abkühlung. Schlafen ist da schwierig.

Hatten gehofft, dass es an der Küste etwas angenehmer ist und sind deshalb etwas größere Tagesetappen gefahren. Leider hat sich nichts Wesentliches geändert, die Nachttemperaturen sind immer noch sehr hoch. Vielleicht ändert sich ja etwas, wenn wir weiter südlich kommen.

Gegen 8.30 Uhr wird die Karte für die Zufahrt zurückgegeben und wir sind on the Road. Der Straßenzustandsbericht meldet noch „Water over the Road“ und „Road Damage“ auf dem Great Northern Highway ca. zehn Kilometer vom Roebuck Roadhaus entfernt. Bei dem geringen Verkehr ist es kein Problem die Löcher zu umfahren. Wasser steht auf der Fahrspur Richtung Süden und läuft über die restliche Straße. Vorsichtig wird auf die Gegenfahrbahn gewechselt und die Stelle langsam passiert. Die Löcher und Rinnen sind auf einer Strecke von ca. 15 Kilometern, danach ist der Highway wieder im üblichen Zustand.

Im Sandfire Roadhaus wird Pause gemacht und getankt. Danach geht die Fahrt weiter zum Eighty Mile Beach. Zufahrt zum Caravanpark über eine ca. zehn Kilometer lange unbefestigte Straße. Auch hier hat das Wasser Schäden hinterlassen.
Am Caravanpark angekommen, ist die Anmeldung nicht besetzt. An der Tür hängt ein Zettel mit den aktuellen Bürozeiten, ist ja schließlich Low Season. Danach ist heute von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr die Anmeldung besetzt. In der Zwischenzeit soll man sich einen Platz suchen, auf den freigegebenen Plätzen, und sich häuslich niederlassen. Anmeldung kann dann zur Bürozeit erfolgen. So machen wir es. Es ist wenig los und ein schattiger Stellplatz ist schnell gefunden. 45 $ ist allerdings auch ein happiger Preis.

Ein Spaziergang zum menschenleeren Strand muss natürlich sein. Von der Nachbarin erfahren wir, dass bei starker Ebbe ein Auto zu sehen ist, was sich bei Ebbe zu weit hinaus gewagt hat und stecken geblieben ist. Es liegt so ungünstig, dass es nicht geborgen werden kann. Noch ist das Wasser nicht so weit zurückgegangen, das das Auto zu sehen wäre.

Vom Meer weht eine leichte Brise und wir freuen uns auf eine kühlere Nacht.

Montag, 20. März 2017

War nichts mit einer kühlen Nacht. Wenn warmer Wind weht, dann bleibt es einfach warm.

Sind früh wach, frühstücken, packen zusammen und sind wieder unterwegs. Wo wir heute bleiben, das ist noch offen. Kühlere Nächte gibt es erst so auf der Höhe von Monkey Mia. Soweit nach Süden werden wir heute nicht fahren, aber ein Stück wird es schon werden.

Eine längere Pause gibt es am Whim Creek Roadhaus. Wir überlegen, ob dies unser heutiges Ziel wird. Es gibt die Möglichkeit kostenlos auf dem Parkplatz stehen zu bleiben, oder sich für 15 $ an einem Powerpoint anzuschließen. Nach Benutzung der Toiletten steht fest, wir fahren weiter bis Karratha.

Das hatten wir schon eine ganze Weile nicht mehr, ein Fahrzeug mit Überbreite. Hier sind es zwei Fahrzeuge, die jeweils ein Haus geladen haben.

In Karratha fahren wir den Dicovery Caravanpark an. Hier haben wir auch gestanden, als Dieter vor Jahren Zahnprobleme hatte. Beim Einchecken nachgefragt, ob es Rabatt für Senioren, etc. gibt. Nur für Mitglieder, meint die junge Frau an der Rezeption. Einen Stellplatz sollen wir uns aussuchen und dann zurückkommen und einbuchen. Platz Nr. 85 ist die Wahl. Zurück an der Rezeption, ist jetzt ein Mann für das Einbuchen zuständig. Ich wiederhole die Frage, ob es einen Rabatt gibt, auch mit dem Hinweis, dass wir bereits hier mit unserem 4WD-Wohnmobil gestanden haben. Oft habe ich mit der Frage nach einem Rabatt Erfolg, so auch hier. Es gibt 10 % auf den Normalpreis.

Der Wohnwagen wird wohnfertig gemacht. Es war eine lange Fahrt und wir gehen früh ins Bett.

Dienstag, 21. März 2017

Zuerst muss der Tank des Autos wieder aufgefüllt werden. Bei den Entfernungen ist das öfters nötig. Danach fahren wir zuerst nach Dampier und sehen uns dort um. Von hier ist es nicht weit zum North West Shelf Project Visitor Center um mehr über die Gas- und Ölgewinnung zu erfahren. Leider ist das Center erst ab April geöffnet. So muss ein Blick auf die Gebäude genügen.

Zurück in Karratha gehen wir einkaufen. Die Auswahl hier ist größer, wie in Exmouth oder Coral Bay, den nächsten Stationen.

Der Wetterdienst meldet ein Tropical Low, das zu einem Zyklon werden kann. Unter Beobachtung ist die Küste zwischen Port Hedland, Karratha und Onslow. Genau der Abschnitt, in dem wir uns im Moment aufhalten. Müssen die Entwicklung in den nächsten Tagen beobachten. Nun aber erst einmal in den Pool, zum Abkühlen.

Für heute Nacht sind Gewitter, Regen und Sturm angekündigt. Vorsichtshalber wird bereits alles nicht Benötigte weggeräumt.

Mittwoch, 22. März 2017

Der Wetterbericht hat gestimmt, in der Nacht hat es gedonnert und geblitzt und gegen 4.00 Uhr hat es auch noch angefangen zu regnen. Gut, dass wir bereits gestern Abend das Meiste weggeräumt haben.

Auf dem Radar sieht es so aus, als ob das Regenfeld größtenteils über Karratha hinweg gezogen ist. Jetzt heißt es, die Regenpause nutzen um möglichst trocken zu bleiben, wenn die letzten Arbeiten vor der Abfahrt erledigt werden. Was uns auch gelingt. Gegen 9.00 Uhr können wir starten und sind trocken geblieben.

Noch einen Abstecher an die Tankstelle, dann ist das Gespann wieder auf dem Highway unterwegs.

Eine Pause gibt es am Fortesque Roadhaus, das nicht sehr einladend aussieht. Gegen eine Heuschreckenplage kann man nicht viel ausrichten. Allerdings kann man die herum liegenden toten Tiere beseitigen und auch die Mülltonnen mal reinigen. Dann ist der Geruch nicht so durchdringend. Unser Halt ist nur kurz, die Toiletten sind benutzbar, dann geht es weiter.

Auf einem Stellplatz am Nanuntarra Roadhaus beenden wir die heutige Fahrt.

Fliegen, Fliegen, Fliegen, die sind sowas von lästig. Hatten wir in diesem Urlaub nicht oft, dass diese lästigen Viecher in so einer Menge vorhanden sind. Im Roadhaus hat die Kassiererin ein Fliegennetz überm Kopf!

Um die Fliegen fern zu halten, haben wir eine Botanical Fly Cream in Form eines Deorollers dabei. Das Mittel wird ganz dünn aufgetragen und hält die Fliegen auf Abstand. Funktioniert nicht 100 %, aber es hilft, riecht allerdings etwas streng. Dass es hilft sehe ich, als der Nachbar zur Toilette geht und nur mit der Hand am Wedeln ist.

In Exmouth, der nächsten Station, wird ein Stellplatz für die nächsten zwei Tage gebucht. RAC-Mitglieder bekommen 20 % Rabatt.

Donnerstag, 23. März 2017

Die Warnung, dass aus dem tropical low ein Zyclon werden kann, ist gecancelled. Nun ist nur noch heftiger Niederschlag und starker Wind angekündigt. Flüsse in der Pilbara-Region können wegen des Niederschlags über die Ufer treten und Straßen gesperrt werden. Die Straßen nach Exmouth sind frei.

Kurz nach 9.00 Uhr wird das Gespann zur Zapfsäule gefahren und noch einmal vollgetankt. Ohne großen Aufenthalt fahren wir bis Exmouth. Dort sind wir gegen 13. 00 Uhr. Wohnwagen parken, Mittagessen, dann geht es zur Tourist-Info. Für Morgen möchten wir gerne eine Tour mit dem Glasbodenboot buchen. Wir haben Glück, noch sind Plätze verfügbar. Die Halbtagestour kostet 80 $, ermäßigter Preis (mit Jugendherbergsausweis) nur 70 $. Um 8.00 Uhr werden wir am Caravanpark abgeholt.

Nun noch eine Rundfahrt durch den Ort und anschließend ins Industriegebiet zum Tanken. Hier kostet das „bessere“ 95 Oktan-Benzin so viel, wie im Ort das 91-Oktan-Benzin.

Die Temperaturen sind hier sehr angenehm. 35 Grad, aber nur 45 % Luftfeuchtigkeit und ein leichter Wind vom Meer.

Ein Minifrosch im Wohnwagen. Wo kommt der den her? Von mir aus kann das Tierchen ja im Wohnwagen bleiben, allerdings sind die Lebensbedingungen nicht optimal. Also wird versucht, das Fröschlein einzufangen. Ist gar nicht so einfach. Sobald man ihm zu nahe kommt, verschwindet es im Spalt zwischen Schrank und Bett. Mit Geduld geht alles, nun sitzt es unter einem Kunststoffbecher. Ein Stück dünnen Karton unterschieben, jetzt kann das Tier wieder im Freien ausgesetzt werden.

Mit Happy Hour vorm Wohnwagen klingt der Tag aus.

Freitag, 24. März 2017

Der Wecker klingelt um 6.00 Uhr. Um 8.00 Uhr werden wir an der Rezeption abgeholt. Somit ist genügend Zeit fürs Frühstück und zum Zusammenpacken.

Pünktlich kommt der Bus vorgefahren. Mit uns haben noch drei Personen gewartet. Es wird noch ein Hotel angefahren, dort steigen sechs Chinesen ein, die Gruppe ist komplett.

Auf dem Weg zur Anlegestelle wird noch ein Fotostopp am Mildura Shipwreck. Die Mildura transportierte Kühe und ist 1907 vor der Küste gesunken. Keiner der Seeleute kam bei dem Unglück ums Leben. Zu sehen sind nur noch wenige Teile der Aufbauten.

Das Glasbodenboot gehört Alek, der heute selbst am Ruder steht. Die Gruppe geht an Bord und jeder sucht sich einen Platz. Die 4 cm dicken Glasscheiben sind im Boden des Bootes angebracht. Von seinem Platz aus kann man bequem sehen, was unter dem Schiffsrumpf los ist. Nicht weit vom Land entfernt sind bereits die ersten Korallen, dicht unter dem Schiffsrumpf, zu sehen.

Mit den Erklärungen von Alek fahren wir zu einem der von ihm bevorzugten Schnorchelspots. Wer möchte, kann schnorcheln gehen. Fünf Leute der Gruppe nutzen die Gelegenheit und gehen ins Wasser. Die Anderen beobachten die Unterwasserwelt lieber durch die Glasscheibe und sehen, wie Aleks unter das Boot taucht und die Scheiben reinigt.

Nach 45 Minuten werden die Schnorchler an Bord geholt und die Fahrt geht weiter, zu Korallen die mehr als 1000 Jahre alt sind. Außerdem machen sich alle auf die Suche nach Nemo. Sind zwar viele Fische zwischen den Korallen, aber kein Nemo. Nach zwei Stunden legt das Schiff wieder an.

Mit dem Bus geht es wieder Richtung Exmouth, mit einem Zwischenstopp am Leuchtturm. Von hier aus werden alle wieder an ihrem Ausgangspunkt zurück gebracht.

Auf dem Weg nach Perth werden wir einige Nationalparks besuchen, da lohnt sich der Kauf eines Parkpasses. Den wollen wir uns in der Touristen-Info kaufen. Dort ist heute aber viel Betrieb. Kein Wunder, ein Kreuzfahrtschiff hat in Exmouth angelegt, morgen kommt ein weiteres. Da sind die Ausflüge entsprechend schnell ausgebucht. Wir sichern uns zwei Plätze auf der morgigen Yardie-Creek Tour. Auf Nachfrage gibt es auch hier Seniors-Discount. Immerhin 5 $ pro Person.

Zur Entspannung noch ein Besuch des Swimmingpools und anschließend Happy Hour am Wohnwagen.

Samstag, 25. März 2017

Nach einem gemütlichen Frühstück werden Getränke und ein Snack eingepackt, dann fahren wir los Richtung Cape Range Nationalpark. Schiffswrack und Leuchtturm haben wir gestern bereits gesehen, da können wir vorbei fahren. Gehalten wird am Jurabi Turtle-Zentrum. Der Strand am Zentrum wird von Schildkröten zum Eier legen aufgesucht. Der Lebenszyklus einer Schildkröte ist an der Umgrenzung des Informationszentrums sehr schön dargestellt. Wir sind mit dem Rundgang fast fertig, als ein Bus mit Touristen vom Kreuzfahrtschiff ankommt. Jetzt wird es voll und wir fahren weiter.

An der Einfahrt zum Cape Range müssen wir nur kurz zur Kontrolle des Parkpasses anhalten, dann kann die Fahrt weiter gehen. Nach einem kurzen Stopp am Informationszentrum des Nationalparkes fahren wir direkt zur Anlagestelle am Yardie Creek.

Gut, dass wir die Tour bereits gestern gebucht haben. Es kommen noch einige Leute ohne Buchung und alle Plätze sind vergeben.

Der Tourguide gibt sein Wissen gerne weiter, er redet ohne Punkt und Komma. Allerdings kennt es sich wirklich gut aus und hat ein gutes Auge, um die hier lebenden Tiere zu entdecken. Schildkröte, Mantarochen, die unterschiedlichsten Vögel und viel „black footet rockwallabies“ sehen wir auf der Tour. Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt.

Auf dem Rückweg kaufen wir noch ein und danach geht es zum gemütlichen Teil des Tages.

Abend bekommen wir unerwarteten Besuch, ein Emu läuft durchs Vorzelt.

Sonntag, 26. März 2017

Heute Morgen kommt gleich eine Emu-Familie, Vater mit zwei Jungvögeln, vorbei. Dieter steht noch im Vorzelt, als die Tiere unbedingt dadurch marschieren wollen. Eines der Jungtiere gibt knurrende Geräusche von sich, bevor es sich die Familie anders überlegt und außen herum marschiert.

Wind, sehr starker Wind. Schon heute Nacht hat es den Caravan geschüttelt. Heute Morgen frischt es nochmals auf. Aus Vorsicht wird die Markise eingefahren, man muss einen Schaden ja nicht heraus fordern.

In der Wäscherei stehen Frontlader-Waschmaschinen, eine Seltenheit. Das muss ausgenutzt werden, schmutzige Wäsche gibt es immer. Und bei dem Wind ist alles schnell trocken.

Während die Wäsche auf der Leine hängt, wird der Stammtisch-Newsletter geschrieben und verschickt. Ein Monat ist unglaublich schnell vorbei.

Nachmittags noch zum Tanken gefahren und noch ein Eis zum Nachtisch mitgenommen.

Morgen fahren wir weiter, nach Carnavon. Die nicht mehr benötigten Sachen werden eingepackt. Das ist auch gut so, der Wind frischt wieder auf.

Montag, 27. März 2017

Wir sind froh, dass bereits gestern Abend die nicht benötigten Sachen weggeräumt wurden. In der Nacht hat der Wind ganz schön geblasen. Der Rest ist schnell erledigt, der Caravan angehängt. Nun noch den Schlüssel abgeben und die Fahrt geht los.

Von Exmouth, an Coral Bay vorbei zurück zum West Coastal Highway. Die übliche Kaffeepause wird am Minylia Roadhaus eingelegt. Auf der Fahrt nach Carnavon überqueren wir den Tropic of Capricorn und haben damit den tropischen Teil Australiens verlassen.

In Carnarvon wird zuerst der Norwesta Caravanpark angefahren. Das Office ist nicht besetzt. Ein Anruf bei der angegebenen Nummer ergibt, die Frau ist unterwegs. Sie wird in einer halben Stunde eintreffen. In der Zwischenzeit sollen wir uns mal die Plätze 40 – 42 ansehen. Das machen wir. Leider ist kein Schatten vorhanden. Kurze Überlegung, wir versuchen es bei einem anderen Caravanpark.

Vor Jahren waren wir auf dem Coral Coast Tourist Park. Dort fahren wir nun hin. Es sind genügend Plätze frei. Vier Nächte möchten wir bleiben. Es folgt meine inzwischen obligatorische Frage, ob es ein Sonderangebot gibt. Ja, fünf Nächte bleiben und nur vier Nächte bezahlen. Das ist eine Nacht zu viel, am Freitag haben wir uns in Denham angemeldet. Kein Problem, dann machen wir eben vier für drei. Wenn alles so problemlos funktionieren würde.

Den Stellplatz können wir uns selbst aussuchen. Erst mal eine Rundfahrt über den Platz. Schatten gibt es auch hier wenig, aber immerhin sind Bäume vorhanden. Auf dem ausgesuchten Platz gibt es zumindest nachmittags Schatten. Der Caravan wird geparkt und wohnfertig gemacht.

Alle Anlagen auf dem Platz sind in einem sehr guten Zustand. Die allgemeinen sanitären Anlagen sind alle Ensuites. Das heißt, Toilette, Dusche und Waschbecken in einem geräumigen Raum, und alles sehr sauber.
Auch hier ist böiger Wind, deshalb wird die Markise nicht ausgefahren. Die Temperaturen sind sehr angenehm, um die 30 Grad am Tag. Heute Nacht soll es bis auf 24 Grad abkühlen.

Dienstag, 28. Februar 2017

Eine ruhige Nacht. Seit mehr als 3 Monaten ist es die erste Nacht, in der kein Ventilator gelaufen ist! Das war in den letzten Monaten immer die erste Handlung, wenn wir angekommen sind. Caravan an Strom anschließen und im Wohnwagen die - inzwischen 2 – Ventilatoren anstellen. Erst danach wird das Dach hochgestellt und die weiteren Arbeiten ausgeführt.

Der Ersatzreifen vom Wohnwagen muss repariert werden. Der wird beim Reifenhändler abgegeben. Anschließend starten wir zur Rundfahrt durch Carnavon.

Zuerst wird der Small Boat Harbour angefahren. Man merkt, dass noch keine Saison ist, es gibt keine Möglichkeit Fisch direkt vom Boot oder in einem der Läden zu kaufen. Nächster Halt ist die One Mile Jetty. Es fährt keine Bahn hinaus auf die Jetty und das Museum ist geschlossen. Wer möchte kann zu Fuß bis ans Ende der Jetty laufen, dafür ist ein Obulus von 5 $ zu bezahlen. So gut bin ich nicht mehr zu Fuß, also lassen wir es und fahren zum Pelican Point. Auf dem Weg dorthin müssen wir anhalten. Ein Autofahrer hat sich und sein Auto überschätzt und sich im Sand festgefahren. Er wird von einem freundlichen Helfer mit einem Abschleppseil aus der misslichen Lage befreit. Vom Pelican Point aus geht die Fahrt wieder in Richtung der Hauptstraße.

Als nächster Punkt steht das Gascoyne Aboriginal und Kulturzentrum auf dem Plan. Leider ist das Zentrum geschlossen. Das ist ein Nachteil, wenn man außerhalb der Saison reist, vieles ist geschlossen.

Ein weiterer Vorschlag, was sehenswert ist, ist der Gascoyne Food Trail, eine Fahrt durch die Plantagen, die es in Carnavon gibt. Es soll möglich sein, direkt beim Erzeuger einzukaufen. Wir fahren die South River Road entlang. Einige der Plantagen haben schon bessere Zeiten gesehen. Da müsste mal richtig aufgeräumt und neu angepflanzt werden (so ist unser Eindruck). Es sieht ungepflegt und ungenutzt aus. Nur an einem einzigen Stand am Straßenrand wird etwas angeboten, in diesem Fall Wassermelonen.

Was auffällt: an jedem Zugang zu einer Plantage stehen Schilder mit „No Work“ und „No Entry“.

Zurück fahren wir auf der North River Road. Hier sieht es schon besser aus. Große Flächen die bepflanzt sind bzw. werden. Große Netze schützen die Früchte vor den Vögeln. Aber auch hier stehen die Schilder mit „no Work“.

Bei unserem letzten Aufenthalt in Carnavon haben wir im River Gums Cafe gesessen und Kaffee getrunken. Das möchten wir zum Abschluss der Rundfahrt auch dieses Mal tun. Leider ist das Cafe erst ab Mai wieder geöffnet. Es soll nicht sein, wir fahren zurück in die Stadt und holen den inzwischen reparierten Reifen ab.

Auf dem Weg zurück zum Wohnwagen nehmen wir als Mittagessen noch eine Pizza mit. Der restliche Tag wird gemütlich zu Hause verbracht.

Mittwoch, 29. März 2017

Am Stadtrand von Carnarvon steht unübersehbar eine Satellitenschüssel, das ist die OTC Satellite Earth Station Carnarvon, auch The Dish, genannt.

The Dish wurde 1966 als Satelliten-Kommunikationsanlage und Treckingstation gebaut. Die Schüssel hat einen Durchmesser von 29,6 Metern und wiegt 300 Tonnen. Die Station wurde gebaut um die NASA bei den Apollo-, Gemini- und Skylap Missionen zu unterstützen. Neil Armstrongs Worte: „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“ wurde über Carnavon geleitet.

The Dish haben wir schon bei unserem letzten Besuch gesehen. Inzwischen gibt es das Carnarvon Space and Technology Museum, das wollen wir uns ansehen. Heute Morgen sind wir die ersten Besucher und werden von den freiwilligen Helfern superfreundlich begrüßt.

Im Museum gibt es Originalstücke, so auch eine Kapsel, wie sie von den Apollo-Astronauten benutzt wurde. Das ist unser erstes Ausstellungsstück, in das wir uns begeben und zum Mond fliegen! Einer der Helfer gibt die Instruktionen: Schuhe ausziehen, in die Kapsel klettern und sich auf den Rücken legen. Die Beine werden angewinkelt auf einen Absatz gelegt. Sehr bequem haben es die Astronauten aber nicht gehabt. In 7 Minuten sehen wir uns wieder, meint der Mann und schließt die Tür. Die laufenden Startvorbereitungen sind auf einem kleinen Bildschirm in der Mitte der Kapsel zu sehen. Diverse Lampen blinken und der Countdown läuft. Die Motoren werden gezündet, die Rakete hebt ab. Durch den Videofilm und den passenden Sound wird das Gefühl vermittelt, mitten im Geschehen zu sein. Super.
Für Kinder haben sich die Mitarbeiter etwas Besonderes einfallen lassen. Sie können, bevor sie in die Kapsel klettern, einen Raumanzug anziehen. Ganz authentisch.

Die sieben Minuten sind schnell vorbei und die Tür geht wieder auf. Schuhe anziehen und die anderen Räume ansehen. Da ist vieles zu sehen, was an unsere Jugendzeit erinnert. Für Computer wurden große Räume benötigt, die Festplatten hatten eine Speicherkapazität von 5 MB! Kommunikation erfolgt mit Fernschreibern.

Die erste Mondlandung war 1969, da musste bei der Vorbereitung noch viel von Hand gerechnet werden. Der erste Taschenrechner wurde übrigens vor 50 Jahren, also 1967 erfunden. Die technische Entwicklung seit 1950 (da bin ich geboren) ist einfach unglaublich.

Viele interessante Dinge zur Raumfahrt und welche Rolle Carnavon eingenommen hat, sind hier zusammen getragen. Zum Abschluss wird noch ein Aufkleber fürs Auto mitgenommen.

Wer in Carnarvon ist und sich für Technik interessiert, der sollte sich das Museum ansehen. Es lohnt sich.

Abends noch eine unangenehme Überraschung. Ich öffne den Laptop und sehe Ameisen! Die sich sofort unter die Tastatur verziehen. Insektenspray rausholen, versprühen und Laptop erst einmal wieder zumachen.

Donnerstag, 30. März 2017

Nicht genug, dass gestern Ameisen im Laptop waren. Heute Morgen, als ich einen Plastikbehälter aus dem Schrank nehme, ist der voller Ameisen! Das ist Natur, meint Dieter. Gegen Natur ist nichts einzuwenden, aber Ameisen im Wohnwagen gehören da definitiv nicht dazu. Somit ist das Tagewerk vorgegeben. Die Jagd und Vernichtung von Ameisen.

Schränke ausräumen, sauber machen, Insektenvernichter sprühen, zumachen und eine Weile warten. Dann wieder alles einräumen. Es ist übrigens erstaunlich, wieviel Gift ein Mensch so aushält.

Inzwischen sind die Sprühdosen leer, aber noch nicht alles ausgesprüht. Da wir noch einkaufen müssen, wird das vorgezogen. Räumen können wir auch noch später. Mit Ameisenköder und diversen Insektenvernichtern kehren wir zurück.

Irgendwo müssen die Ameisen doch herkommen. Dieter sprüht den Wohnwagen von außen an den Stellen ein, wo die Ameisen das Fahrzeug entern können. Und siehe da, er findet eine Ameisenstraße, die über die Wasserleitung Richtung Wohnwagen marschiert. Der Weg ist schnell unterbunden. Hoffen wir, dass nun alles vorbei ist.

Freitag, 31. März 2017

Die üblichen Arbeiten vor der Abfahrt sind erledigt. Alles ist an seinem Platz verstaut, der Wohnwagen angehängt, die Außenspiegel angebracht und eingestellt, überprüft ob alle Lichter funktionieren, die Schlüssel für die Toiletten abgegeben. Nun noch tanken und die Fahrt weiter nach Süden beginnt.

Von Carnarvon über den North Coastal Highway bis zum Overländer Roadhaus. Hier biegen wir Richtung Denham ab.

Nachmittags kommen wir in Denham an. Janine Guenther und Jens Mohr sind 2012 nach Australien ausgewandert und haben sich in Denham niedergelassen. Die Beiden waren 2012 beim Australia-Day dabei und haben ihre australienweit-Reiseführer vorgestellt. australienweit ist eine Reiseführerreihe, die auf den 5. Kontinent spezialisiert ist und sich intensiv mit diesem faszinierenden Land auseinandersetzt.

Jens hat uns angeboten, bei ihnen im Haus zu wohnen. Das Navi führt uns sicher hin. Jens hat die Ankunft gesehen und kommt aus dem Haus um uns zu begrüßen. Das Haus ist auf einen Hang gebaut. Die Zufahrt ist steil und eng und mit dem Wohnwagen nicht möglich, deshalb wird der Caravan auf dem Abstellplatz am Fuße des Hanges geparkt. Durch die Schräge und das abfallende Gelände ist es etwas schwierig den Wohnwagen abzuhängen. Die Kupplung des Wohnwagens hat sich verhakt und lässt sich erst lösen, als die Stützen ausgefahren sind. Geschafft. Das Auto wird unterm Carport neben dem Haus im Schatten geparkt. Nun den Wohnwagen noch an Strom anschließen, fertig.

Jens hat inzwischen Kaffee gekocht. Janine ist nicht zu Hause, sie ist auf einer mehrtägigen Wanderung auf dem Bibbulmun Track. Mit reden über die diversen Aktivitäten der Beiden, gut essen und trinken vergeht die Zeit.

Wir wollen Morgen in den Cape Peron Nationalpark fahren. Janine und Jens haben im Januar ein kleines Reiseunternehmen gegründet und bieten individuelle Touren in den Cape Peron Nationalpark und zum Mount Augustus an. Jens versorgt uns mit vielen Tipps für die morgige Tour.

Samstag, 1. April 2017

Von Jens bekommen wir noch eine detaillierte Karte des Cape Peron Nationalparks. Tipps zum Straßenzustand und den schönsten Punkten haben wir ja gestern schon bekommen. Eine Schaufel, für alle Fälle, leiht er uns auch noch. Im Lupo war solches Zubehör ja vorhanden, im Lupo2 haben wir bis jetzt noch keine Touren auf sandigen Pisten unternommen und haben dementsprechend auch kein entsprechendes Zubehör dabei. Getränke und was zum Essen ist eingepackt, wir fahren los.

An der Zufahrt zum Cape Peron NP gibt es eine Station, an der der Luftdruck in den Reifen reduziert bzw. am Ende die Reifen wieder aufgepumpt werden können. Schilder in mehreren Sprachen beschreiben genau um wieviel der Luftdruck reduziert werden soll. Zusätzlich gibt es Hinweise, was getan werden kann/muss, wenn sich das Auto im Sand festgefahren hat.

Von der Station bis zum Cape Peron sind es, ohne Abstecher, 45 Kilometer.

Dieter reduziert den Luftdruck auf den empfohlenen Wert. Wir sind gespannt, wie sich das Auto im Sand verhält. Bis jetzt sind wir ja noch nicht groß offroad gefahren. Sind noch nicht weit gekommen, als wir vor uns zwei Autos auf einem sandigen Stück stehen sehen. Beider Fahrer lassen Luft aus den Reifen. Überholen ist an dieser Stelle kaum möglich, also anhalten und warten bis die beiden Fahrzeuge weiter fahren. Mit genügend Abstand setzt sich die Kolonne in Bewegung. Die Fahrspur ist eng, nur an einigen Stellen ist das Überholen möglich.

Inzwischen haben wir mehr als die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Das Auto und der Fahrer haben die Fahrt problemlos gemeistert. Vor uns fährt ein Auto mit Kanus auf dem Dach. Es ist eines der Autos, die mitten auf dem Weg Luft abgelassen haben. Dieses Teilstück ist sehr tiefsandig und es geht bergauf. Man braucht genügend Geschwindigkeit um gut durchzukommen, darauf hat uns Jens schon im Vorfeld aufmerksam gemacht.

Ein Wegweiser kündigt die Abfahrt nach Cattle Well an. Das Auto vor uns wird immer langsamer, der Fahrer kann sich nicht entscheiden ob er abbiegt oder weiter fährt. Dieter ist gezwungen, die Geschwindigkeit immer mehr zu reduzieren und schließlich bleiben wir stehen. Der Fahrer vor uns beschließt geradeaus weiter zu fahren. Das würden wir auch gerne, aber unser Auto sitzt im tiefen Sand fest. Dieter probiert alle Varianten aus, es tut sich nichts. Gut, dass wir die Schaufel haben. Dieter schaufelt und probiert, noch tut sich nicht viel.

Es ist ja eine relativ viel befahrene Strecke, es wird schon jemand vorbei kommen, den wir um Hilfe bitten können.

Wenn man Jemanden braucht, dann dauert es. Nach einer Stunde kommt ein Auto, das auch sofort anhält. Der Fahrer steigt aus und kommt angelaufen. Nachdem die Männer sich angesehen haben, wie tief das Auto im Sand steckt, den Reifendruck gecheckt haben probiert der fremde Fahrer unser Auto aus dem Sand zu fahren. Was nicht gelingt. Er holt seinen Snatch Strap, hat allerdings keinen Schäkel zum befestigen des Seils am Auto. Inzwischen ist eine Familie mit ihrem Auto mit Anhänger angekommen. Der Fahrer stellt sein Fahrzeug ab und kommt dazu, Frau und Sohn bleiben im Auto. Einen Schäkel, den hat er dabei. Er holt das Teil aus seinem Wagen und das Seil wird an unserem Auto angebracht. Der Fahrer des ersten Wagens wird unser Auto aus dem Sand bis zu einem festeren Untergrund ziehen. Er meint, der Kia habe nicht genügend Bodenfreiheit und wir sollten, wenn das Auto wieder frei ist, lieber umkehren.

Seine Frau und ich bleiben zurück, während die Männer in die Autos steigen. Es ist eine wirksame Hilfe, beide Autos bewegen sich langsam vorwärts und sind über die nächste Kuppe verschwunden. Die Frau verabschiedet sich und meint, Dieter wird ja gleich wieder zurückkommen und mich mitnehmen.

Kaum ist die Frau verschwunden, kommt die junge Frau und meint, ich soll bei ihnen einsteigen, sie bringen mich zu unserem Auto. Bei der Hitze könnten sie mich nicht einfach warten lassen. Alle eingestiegen, der Mann dreht den Zündschlüssel und will losfahren und hat ein Problem, sein Auto steckt ebenfalls im Sand fest. So ohne Schwung sei die Stelle halt schwer passierbar. Aber, er habe alles dabei: Sandbleche, Maxtracks, Planen, er komme schon raus. Aber, bevor das rausgeholt wird will er es mit schaufeln probieren.

Es kommt ein Auto rückwärts den Berg hinunter. Es ist der Wagen, der unseren Kia rausgezogen hat. Der Mann meint, er bringt mich zu Dieter. Nun sei der Weg ja nicht mehr so sandig und wir könnten ruhig weiter fahren. Gleich zwei Leute, die mich mitnehmen wollen. Beide Parteien freuen sich über das Danke schön, versichern aber, das sei selbstverständlich.

Das restliche Stück ist problemlos zu befahren. Am Cape Peron gibt es dann die verdiente Mittagspause. Wunderschöner Platz, wenn nur die Fliegen nicht wären.

Auf der Rückfahrt gibt es, auch an den tiefsandigen Stellen, keine Probleme. Da weder Autos entgegen kommen noch vor uns her fahren, kann die Geschwindigkeit entsprechend der Fahrbahn gestaltet werden. Am Ende wird der Reifendruck wieder auf das normale Niveau angehoben.

Auf dem Heimweg machen wir noch einen Umweg und fahren zum Shell Beach. Den haben wir vor vielen Jahren schon einmal besucht. Mal sehen, was sich dort verändert hat. Dort angekommen sind wir sehr enttäuscht, das hatten wir ganz anders in Erinnerung. Damals waren die weißen Muscheln, aus denen der Strand besteht, waren strahlend weiß und die Muscheln noch vollständig. In unseren Augen ist der Strand jetzt grau und besteht aus kleingemahlenen Muschelschalen. Für uns hat sich der Ausflug nicht gelohnt.

Auf dem Weg nach Denham noch ein Stopp am Eagle Bluff. Vom Parkplatz aus gibt es einen ca. 100 Meter langen Steg der an der Klippe entlang zum Aussichtspunkt führt. Im kristallklaren Wasser haben wir zwei kleine Haie gesehen.

In Denham noch einen Stopp am Supermarkt und fürs Abendessen einkaufen. Heute sind wir mit kochen dran, um uns für die Übernachtung zu bedanken.

Sonntag, 2. April 2017

Jens hat gestern Abend noch eine Buchung für eine Tour in den Cape Peron Nationalpark bekommen und muss gegen 8.30 Uhr das Haus verlassen. Bis dahin wollen wir unsere Sachen gepackt und verstaut haben, was auch gelingt. Jens fährt zur Abholung der Gäste und wir hängen den Wohnwagen an, die Fahrt kann losgehen, aber erst noch den Tank auffüllen.

Die Fahrt führt zurück auf den Nordwest Costal Highway. Von dort biegen wir Richtung Kalbarri ab. Unterwegs kommen wir an einer Baustelle vorbei an der eigentlich ein „Lollipop-Mann“ stehen soll. Es steht aber nur ein Auto da, wir fahren langsam auf der einspurigen Fahrbahn weiter. Am Ende der Baustelle steht ein Mitarbeiter, der den entgegenkommenden Autos ein Schild mit „Stopp“-Schild zeigt. Demnach hat auf der anderen Seite der Zuständige im Auto gesessen.

Große fahrbare Anzeigetafeln machen darauf aufmerksam, dass die Zufahrt zum Natures Window und Z-Bend im Kalbarri Nationalpark für Privatfahrzeuge gesperrt ist.

In Kalbarri fahren wir den Tudor Caravanpark an. Hier waren wir schon beim letzten Mal. Beim Einchecken frage ich nach, ob es einen Sonderpreis gibt. Eigentlich nein, meint die Dame am Schalter, aber die Schulferien beginnen erst am Samstag. Bis dahin ist es noch ruhig. Sie macht das Angebot 5 für 4. Fünf Nächte bleiben und für 4 Nächte bezahlen. Da wir einige Tage bleiben wollen, ist das gerade recht.

Auf dem zugewiesenen Platz, es ist ein schattiger Platz, hat es sich eine Gruppe Grey Nomads gemütlich gemacht. Als sie merken, dass wir auf dem Platz einparken wollen, nehmen sie ihre Stühle und rücken einen Platz weiter. Dagegen ist ja nichts einzuwenden. Aber, Wohnwagen und Autos stehen genau gegenüber wobei die Autos im Driveway parken. Das wird beim Einparken eine ganz schöne Kurbelei werden. Eine der Frauen steht auf, um dem Fahrer Bescheid zu sagen, dass er sein Auto wegfahren soll. Nur wiederwillig steigt er ins Auto, nicht ohne vorher zu fragen, ob er wirklich wegfahren soll. Dann fährt er sein Auto so weit wie nötig zur Seite. Dieter ist noch den Wohnwagen am Rangieren, da fährt der Mann sein Auto schon wieder auf den Platz, wo es vorher gestanden hat.

Zum Abendessen holen wir Fish & Chips.

Montag, 3. April 2017

Die letzten Tage ist einiges liegen geblieben, das muss erst einmal aufgearbeitet werden.

Dieter muss einige Webseiten aktualisieren. Das nimmt einige Zeit in Anspruch. Länger dauert dann allerdings die Übertragung der geänderten Webseiten. Die Internetverbindung ist langsam und die Übertragung bricht mehrmals ab.

Bei mir steht aufräumen auf dem Plan. Danach fahren wir zum Einkaufen und sehen uns im Ort um. Viel hat sich seit dem letzten Besuch nicht geändert.

Für Dienstag buchen wir die Wilderness Cruise auf dem Murchinson River.

Der Pool sieht einladend aus, allerdings ist das Wasser kalt. Eine neue Erfahrung! Die letzten Male hatten wir Badewassertemperaturen.

Dienstag, 4. April 2017

Ab Samstag sind in Westaustralien Osterferien, Hochsaison an der Küste. Das heißt, viele Familien mit Kindern sind unterwegs, die Caravanparks sind teilweise ausgebucht, und es wird alles teuer.

Um nicht lange nach einem Stellplatz suchen zu müssen haben wir in zwei Orten vorgebucht. Vom 7. – 10. April sind wir in Geraldton. Die Vorräte müssen mal wieder ergänzt werden. In Geraldton ist die Auswahl größer und die Preise niedriger.

Von hier aus werden wir wahrscheinlich im Inland Richtung Perth fahren. Wo wir an Ostern sind, das wird sich ergeben.

Ab Ostermontag, dem 17. April bis 23. April sind wir auf dem Discovery Park – Woodman Point, ca. 10 Kilometer von Fremantle entfernt.

An der Jetty steht heute der Fisch-Truck. Vom Lastwagen wird frischer Fisch verkauft. Wir fahren vorbei und sehen uns das Angebot an. Sorry, aber 55 $ für ein Kilo Emporer, das ist einfach zu teuer.

Um 16.00 Uhr startet die Sunset Cruise auf dem Murchinson River. Angemeldet haben wir uns telefonisch. Um 15.45 Uhr sollen wir am Steg sein. Pünktlich kommt Grant angefahren und nimmt die Passagiere an Bord.

Bevor das Schiff ablegt, machen Passagiere den Skipper auf ein besonderes Ereignis aufmerksam. Durch die Flussmündung kommen drei Delphine und schwimmen im flacheren Wasser der Bucht. Sie tauchen immer mal wieder auf. Leider zu kurz, um ein Foto zu machen.

Das Schiff legt ab und fährt Flussaufwärts. An markanten Punkten fährt das Boot langsam und Grant erzählt um was es sich handelt. Ob es um die Preise für die Fangberechtigung von Fisch, oder die Anzahl der verbliebenen Boote geht, er weiß Bescheid.

Der Murchinson River hat zurzeit viel Wasser, so dass sich die Flut kaum bemerkbar macht. Vorbei an Stellen, wo am Ufer Picknickbänke stehen und die sich gut zum Angeln eignen. In einem Baum sitzt ein Weißkopfseeadler, der sich vom näher kommenden Boot nicht stören lässt. So geht es ca. sechs Kilometer den Fluss hinauf. Hier wir angelegt, damit sich die Leute die Beine vertreten können.
Überraschung als das Boot wieder ablegt: ein junger Mann hat sich mit seiner Freundin verlobt. Grant spendiert den Beiden Champagner, um auf das Ereignis anzustoßen.

Auf der Rückfahrt fährt das Schiff schneller Richtung Flussmündung. Schließlich wollen Alle an Bord den Sonnenuntergang sehen. Der Sonnenuntergang verblasst, da die Delphine immer noch in der Bucht schwimmen und immer mal wieder auftauchen.

Mittwoch, 5. April 2017

Eine der Attraktionen von Kalbarri ist die Küstenlandschaft. Das sind unter anderem die Blue Holes, Island Rock und Natural Bridge, Pot Alley, der Mushroom Rock und Red Bluff. Die stehen heute bei uns auf dem Plan.

Nach der Rundfahrt wird noch der Supermarkt angefahren. Werden nur das Nötigste einkaufen. Die Auswahl ist nicht so groß und die Preise sind hoch

Donnerstag, 6. April 2017

Heute Nacht, beim Laufen zu den sanitären Anlagen eine Gruppe Kängurus gestört. Die Tiere weiden das Gras ab, das unter den Wäscheleinen wächst. Sie hüpfen kurz zur Seite, schauen ob ich ihnen gefährlich werden kann, und grasen dann in Ruhe weiter.

Es ist mal wieder Housekeeping angesagt. Es ist unglaublich, wie schnell sich schmutzige Wäsche ansammelt. Außerdem ist noch eine Menge Staub aus dem Francois Peron NP im Auto. Somit sind wir Beide gut beschäftigt.

Es ist unglaublich abgekühlt, es sind nur noch 29 Grad. Der erste Tag seit Monaten, an dem der Ventilator ausgeschaltet bleibt!

Am Nachmittag wird bereits alles nicht Benötigte eingepackt, Morgen fahren wir ja weiter.

Freitag, 7. April 2017

In der Nacht war es bereits sehr windig und es hält heute Morgen noch an. Vom Wetteramt liegt eine Sturmwarnung für den Küstenbereich vor.

Die Nachbarn sind bereits abgefahren. Prima, dann wird das Ankoppeln des Wohnwagens einfacher, da Dieter den Platz gegenüber anfahren und gerade zurücksetzen kann. Es folgt die übliche Routine, dann können wir losfahren. Zuerst geht es an der Küste entlang und bei Northampton wieder auf den Highway. Es bläst ganz schön, vor allem von vorne. Da wird der Benzinverbrauch entsprechend hoch ausfallen.

Kurz vor Geraldton kommt ein Transport mit Überbreite. Das Begleitfahrzeug sorgt dafür, dass alle entgegenkommenden Autos an die Seite fahren.

In Geraldton fahren wir direkt zum Belair Gardens, dort ist der Stellplatz bereits gebucht, aber noch nicht bezahlt. Im Buch „Amazing North“ ist ein Gutschein des Caravanparks. Bei Vorlage der Anzeige werden 5 % Rabatt gewährt. Da übers Internet gebucht wurde, gilt der Gutschein normalerweise nicht. Aber ich bekomme den Rabatt trotzdem!

Nachdem der Wohnwagen wohnfertig hergerichtet ist fahren wir erst einmal einkaufen. Es macht Spaß mal wieder eine größere Auswahl zu haben.

Als wir zurück zum Caravan kommen, sehen wir, dass sich die Halteleinen der Markise durch den Wind gelockert haben. Die Markise hängt schief. Zum Glück ist nichts kaputt gegangen. Um Schaden vorzubeugen, rollen wir das Sonnendach auf.

Ostern steht vor der Tür. Wo sind wir während der Feiertage? Noch gibt es keine konkreten Pläne. Ab Ostermontag sind wir in Fremantle, das steht fest.

Bei den Emails ist ein interessantes Osterferien-Angebot vom Big4 Caravanpark in Perth/Forrestfield dabei, 3 Nächte für den Preis von 2. Das hört sich gut an. Gleich mal im Internet nachgesehen, ob noch Plätze ab Dienstag verfügbar sind. Angezeigt werden noch freie Stellplätze, allerdings wird das Angebot nicht berücksichtigt. Gleich eine Anfrage hingeschickt, ob das Angebot auch über Ostern und bei Buchung von 6 Nächten gilt.