Darwin - Broome

Freitag, 3. März 2017

In Darwin waren wir zweimal, im Jahr 2000 und im Jahr 2005. Das ist lange her und in der Zeit hat sich viel verändert. Neue Stadtteile sind entstanden, die Waterfront wurde neu gestaltet, und vieles mehr. Wir starten zu einer Rundfahrt um uns einige Veränderungen anzusehen.

Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind nicht besonders gut. Ein tropisches Tief, das 300 Kilometer vor der Küste liegt, kann sich zu einem Zyklon entwickeln. Gewarnt wird vor starken Winden und es sind starke Regenfälle angekündigt, bis zu 300 Litern/m2 Regen in 48 Stunden. Da ist es gut, dass wir ein festes Dach über dem Kopf haben.

Am Nachmittag fahren wir nach Lee Point, einem der schönen Strände von Darwin. Der Strand ist menschenleer, nur einige Hunde werden ausgeführt. Was nutzt der schönste Strand, wenn man wegen Box Jellyfish nichts in Wasser gehen kann.

Leider ist heute auch nichts mit einem tollen Sonnenuntergang. Dunkle Wolken kündigen Gewitter und Regen an.

Samstag, 4. März 2017

Zwei Märkte stehen heute auf der Liste: Der Parap Village Saturday Market und der Coolalinga Rural Market. Mit dem Markt in Coolalinga wollen wir beginnen.

Das hat heute Nacht ganz schön geregnet. Auf dem Parkdeck steht noch immer das Wasser. Mit der Einkaufstasche geht es zum Auto. Seit September 2011 sind die dünnen Plastiktüten im Northern Territory nicht mehr erlaubt.

Wisch, wisch, wisch, die Scheibenwischer laufen und lassen sich nicht mehr abstellen. Dieter stellt das Auto auf einen Parkplatz und überprüft die Sicherungen, etc. ohne Ergebnis. Die Scheibenwischer lassen sich nicht abstellen. Kurzschluss, defekter Schalter? Was tun?

In der Nähe ist ein Kia-Händler, vielleicht haben die eine Idee und eine Lösung. Wir fahren hin, Dieter fragt einen Mitarbeiter. Der verweist an den Service, der heute geöffnet ist. Nach einigen Minuten kommt Dieter zurück. Man hat ihm angeboten, das Auto für Montag einzubuchen. Am Montag fahren wir lieber wieder in die Werkstatt, die die Inspektion durchgeführt hat. Dieter steigt ein und ich sehe, wie der Mann, mit dem Dieter vorher gesprochen hat, zum Telefon greift. Noch sind wir auf dem Hof, als ein Mann aus der Werkstatt aufs Auto zukommt und uns stoppt. Er meint, laufende Scheibenwischer sind ein Sicherheitsproblem und er kann uns so nicht fahren lassen. Ob wir 10 Minuten Zeit hätten, dann würde das Auto an die Diagnose gehängt und wenn möglich, der Fehler beseitigt. Vor dem an die Diagnose hängen ist allerdings noch der Papierkram zu erledigen. Das dauert schon einmal länger als 10 Minuten. Bevor der Auftrag unterschrieben wir informiert die Mitarbeiterin, dass die Diagnose bis zu einer Stunde dauern kann. Die Stunde kostet 176 $.

Das Auto wird in die Werkstatt gefahren und der Mitarbeiter beginnt mit der Arbeit. Von der Lounge aus kann man die Leute in der Werkstatt bei der Arbeit beobachten. Mal liegt der Arbeiter auf den Sitzen und leuchtet mit einer Taschenlampe unters Armaturenbrett, dann wieder wird unter der Motorhaube nachgesehen. Immer wieder das Auto angelassen, die Scheibenwischer laufen noch immer. Es dauert eine Stunde, dann ist es geschafft, die Scheibenwischer können an- und ausgeschaltet werden.

Bis die Rechnung geschrieben ist, das dauert wieder etwas länger. Ein defekter Intervallschalter ist das Problem. Jetzt sind nur noch zwei Stufen schaltbar, langsam und schnell. Damit können wir leben.

Nach 2,5 Stunden fahren wir vom Hof. Der Markt in Coolalinga schließt in Kürze, da lohnt es sich nicht mehr hinzufahren. Bleibt der Markt in Parap. Stände mit Essen überwiegen. Beim Angebot der anderen Stände ist nichts dabei, was uns interessiert. Es bleibt bei Frühlingsrollen und einem Fleischspieß an einem der Essensstände.

Von hier aus fahren wir zur Strokes Wharft und sehen uns dort um. Am späten Nachmittag geht es zurück ins Apartment.

Das Tropical Low kann sich zu einem Zyklon ausweiten. Mitteilungen über den vermutlichen Verlauf, die Stärke, wie man sich vorbereiten soll, werden ständig aktualisiert.

Sonntag, 5. März 2017

Dunkle Wolken, Regenschauer, die aktuelle Warnung vor Zyklon Blanche, kein Wetter um vor die Tür zu gehen.

Wir sitzen noch beim Frühstück, als an die Tür geklopft wird. Eine Mitarbeiterin der Apartmentanlage bringt einen Zettel, auf dem die Verhaltensmaßnahmen bei einem Zyklon aufgeführt sind. Z. B. Plastikbox mit Lebensmitteln und Getränken für mindestens drei Tage bereitstellen, persönliche Papiere wasserdicht verpacken, Taschenlampen, Batterien, Radio und Bekleidung einpacken um nur einiges zu nennen. Beruhigend ist, dass die Apartmentanlage Zyklon sicher ist.

Wir sind heute Mittag zu Christiane und Wolfgang eingeladen. Um die Mittagszeit machen wir uns auf den Weg und verbringen den Tag bei der Familie. Zum Abendessen gibt es ein typisch deutsches Essen, Rinderrouladen, Rotkohl und Kartoffeln sowie selbst gebackenen Kuchen als Nachtisch.

Unser Auto ist auf der Straße geparkt. Unter einer Leitung, auf der sich Tauben, nachdem sie ausgiebig gefressen haben, gemütlich niedergelassen haben. Das Auto braucht dringend eine Wäsche! Zurück am Apartment wird der schlimmste Dreck mit einem Eimer Wasser und einem Tuch entfernt.

Darwin hat Glück, der Zyklon zieht an der Stadt vorbei. Heftige Winde und starke Regenfälle sind die fühlbaren Auswirkungen.

Montag, 6. März 2017

Immer wieder Regenschauer, was macht man an so einem Tag? Richtig, man geht Wäsche waschen. In Parap gibt es eine Selbstbedienungswäscherei, dorthin fahren wir. Nach einer Stunde ist die Arbeit erledigt. Nun noch in die Waschanlage, das Auto waschen. Selbst der Regen hat nicht alle Spuren des Taubendrecks beseitigt. Danach zum Apartment, ausladen und schon mal sortieren, was zurück in den Wohnwagen kann.

Die nette Frau, die am Donnerstag mit uns im Bus gefahren ist, hatte uns noch einen Tipp mit auf den Weg gegeben. Am Montag ist im Casino des Sky City, Seniors Day. An diesem Tag kostet das Lunch-Buffet für Senioren (über 50 Jahre) nur 10 $, der Normalpreis ist 26 $. Das werden wir ausprobieren und fahren ins Sky City.

Dort hat sich vorm Service-Schalter eine lange Schlange gebildet. Um zu diesem günstigen Preis Essen zu können, muss man Mitglied werden. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Der Antrag wird ausgefüllt und danach sofort die Mitgliedskarte ausgestellt. Beim nächsten Besuch muss nur noch die Karte vorgezeigt werden. Zusätzlich gibt es noch einen Gutschein über 1$ um Keno zu spielen und ein Guthaben von 5 $ auf der Mitgliedskarte, das an einem der Spielautomaten genutzt werden kann. Ein Mitarbeiter meint, das Seafood-Buffet sei sehr lecker.

Am Eingang zum Restaurant muss fürs Essen bezahlt werden, dann kann Platz genommen werden. Bereits um 11.30 Uhr wird das Buffet eröffnet. Inzwischen ist es 13 Uhr und der erste Ansturm ist vorbei.

Die Auswahl am Buffet ist mehr als reichlich. Fleisch, Fisch, Muscheln, Krabben, Gemüse, Beilagen, Softdrinks, Kaffee und ca. zehn verschiedene Nachtische, man kann nicht alles probieren. Was wir gegessen haben, das war sehr lecker.

Die Gutscheine fürs Casino müssen ja nicht verfallen. Zuerst werden die Keno-Gutscheine eingelöst. Leider verloren. Jetzt geht es weiter zu den Spielautomaten. Und, wir haben Glück, der Automat zeigt einen Gewinn von 60 $ an, die wir auszahlen lassen. So Tage könnte es mehr geben. Gut gegessen und noch Geld mitgenommen.

Dienstag, 7. März 2017

In der Nacht hat es einige Male geregnet. Entsprechend feucht ist die Luft.

Morgen verlassen wir Darwin und fahren Richtung Westaustralien. Nächster Stopp wird Katherine sein. Es wird schon mal angefangen, die nicht benötigten Sachen zusammen zu packen. Die kommen heute Nachmittag wieder in den Wohnwagen.

Die Auswahl an Lebensmitteln ist in Darwin größer wie in Katherine und wir fahren in Shoppingcenter. Auf dem Heimweg noch das Auto betankt, die Vorbereitungen sind abgeschlossen.

Jetzt wird alles im Wohnwagen verstaut. Da ist es so heiß, dass sofort der Schweiß aus allen Poren läuft. So gut es gut wird eingepackt, richtig verstaut wird alles, wenn wir in Katherine sind.

Mittwoch, 8. März 2017

Alles ist im Auto und Wohnwagen verstaut. Nun noch den Apartmentschlüssel abgeben und die Kaution zurück buchen lassen. Je nach Bank könnte das gutschreiben bis zu einer Woche dauern, meint die Mitarbeiterin an der Rezeption.

Gegen 8.30 Uhr ist das Gespann reisefertig und wir wieder on the Road. In Darwin ist Rushhour und entsprechend mehr Verkehr. Der lichtet sich aber, als wir Richtung Katherine fahren. Es ist schon erstaunlich dass auf dem Stuart Highway, der Adelaide mit Darwin verbindet, so wenige Fahrzeuge unterwegs sind. Wenn uns mehr wie zwei Fahrzeuge begegnen kommt unweigerlich die Bemerkung: da war die Ampel grün. Dieses Mal mit Berechtigung: an einer Baustelle wird per Ampel der Verkehr geregelt.

Im Adelaide River Inn wird Kaffee getrunken. In der Bar steht Charlie, der Büffel. Charlie wurde bekannt durch den Film Crocodile Dundee mit Paul Hogan. Das Tier verstarb 2000 und steht jetzt stolz im Pub.

In Katherine fahren wir heute den River View Caravanpark an. Laut Prospekt kostet der Stellplatz mit Stromanschluss 43 $, die Frau an der Rezeption berechnet aber nur 38,70 $. Es sei ja Wet-Season und sehr ruhig, deshalb habe sie 10 % Rabatt abgezogen. Ohne Nachfrage, das kommt selten vor.

Pünktlich gegen 16.00 Uhr ziehen Wolken auf, Gewitter und Regen, das hatten wir ja schon lange nicht mehr.

Donnerstag, 9. März 2017

Der Wohnwagen wird angehängt und das Gespann ist startbereit. Vor uns liegen knapp 300 Kilometer, dem heutigen Ziel Timber Creek.

Nach den starken Regenfällen der letzten Tage heute Morgen noch einmal den Straßenzustandsbericht fürs Northern Territory angesehen. Der Highway ist für alle Fahrzeuge frei gegeben.

In Trockenzeiten wundert man sich, warum Flooding-Schilder am Straßenrand stehen, manchmal gekoppelt mit einem Wasserstandsanzeiger. Ist doch nichts von Wasser zu sehen. Das kann sich sehr schnell ändern, wenn es regnet. Dann sammelt sich das Wasser und läuft bzw. steht auf der Straße. Was man nicht sieht, sind die durch Wasser verursachte Löcher und Auswaschungen. Wehe, wer da zu schnell hinein fährt. Heute ist das Wasser nur bis zu 10 Zentimeter hoch, das ist kein Problem.

Es ist wenig Verkehr. Wo begegnen sich die zwei Autos, die unterwegs sind? Entweder an einem Floodway (mit Wasser) oder an einer Verengung, logisch.

Eine längere Pause gibt es am Victoria River Roadhaus. Wenn der dort fließende Victoria River den Highway überflutet, wird die Straße mit einer Schranke gesperrt. Dann muss man warten, bis das Wasser abgeflossen ist und die Sperre aufgehoben wird.

Durch die heftigen Regenfälle der letzten Zeit ist so viel Wasser vorhanden, dass sich Wasserfälle bilden, die über die Bergkanten abfließen.

Weiter geht die Fahrt bis Timber Creek, dem heutigen Ziel. Wir haben noch Obst und Gemüse, das erst verbraucht werden soll, bevor die Grenze nach Westaustralien überschritten wird. Vor Kununurra gibt es eine Quarantänestation, an der die Richtung Westaustralien fahrenden Autos untersucht werden. Da heißt entweder alles Obst und Gemüse aufessen oder wegwerfen. Deshalb bleiben wir heute hier und verarbeiten alles, was noch da ist. Aus Kartoffeln werden Kartoffelpuffer, die Zwiebeln werden angebraten, das Obst aufgegessen.

Beim Einbuchen und bezahlen des Stellplatzes meint der Mitarbeiter. Es ist Wet-Season und wenig los, es gibt 50 % Rabatt. Das macht dann 16,50 $. So etwas könnte öfters passieren.

Im angrenzenden Fluss gibt es Freshies (Süßwasserkrokodile). In der Trockenzeit wird eine Brücke über den Fluss gelegt und die Krokodile gefüttert. Das haben sich die Tiere gemerkt. Als wir uns dem Wasser nähern, schwimmt eines der Tiere heran. Verliert aber das Interesse, als es nichts zu fressen gibt.

Zur Abkühlung in den Swimmingpool. Nicht lange, dann zieht ein Gewitter mit Regen heran. Zurück in den Wohnwagen, da ist es trocken.

Welchen Caravanpark nehmen wir in Kununurra? Das Ivanhoe Tourist Resort hat im Internet ein Wet-Season Angebot. Ensuite Site für 40$. Voraussetzung sind mindestens zwei Übernachtungen. Das passt, wollen drei Nächte in Kununurra bleiben.

Freitag, 10. März 2017

Die seit Tagen übliche morgendliche Recherche: wie wird das Wetter, wie sind die Straßenzustände. Sind Straßen gesperrt?

Beim Victoria Highway gibt es nur eine Meldung. Road Damage in der Nähe des Bradshaw Dams. Autofahrer sollen entsprechend vorsichtig fahren.

Dann steht einer Weiterfahrt nichts im Weg. Zuerst wird der Tank aufgefüllt, dann geht die Fahrt los. Am Bradshaw Dam wird ein Fotostopp eingelegt.

Von wegen Roter Kontinent. Alles ist grün, das Gras links und rechts neben der Straße bis zu einem Meter hoch. Und Wasser, oft soweit das Auge reicht. Die Landschaft links und rechts des Highways kann man als Seenplatte oder Wetlands bezeichnen.

In Kununurra angekommen wird der Ivanhoe Caravanpark angefahren. An der Rezeption gleich nach dem Wet-Saison-Angebot gefragt. Die Mitarbeiterin guckt etwas ungläubig. Nach dem Hinweis, das Angebot steht im Internet, sucht sie selbst danach. Immer noch überrascht meint sie, in der Wet-Saison werden normalerweise keine Ensuites vermietet. Sie vermietet uns gerne einen Platz, allerdings seien die Gebäude nicht gereinigt. Aber, eine Mitarbeiterin wird kommen und die Reinigung vornehmen.

Noch ist der Wohnwagen nicht wohnfertig, als die Mitarbeiterin kommt und eine schnelle Reinigung durchführt. Schwupp, ist sie wieder weg.

Nachdem der Caravan steht, wird das Häuschen das Erste Mal benötigt. Eine gründliche Reinigung sieht anders aus. Beschweren, das bringt nicht viel. Also, Sprühflasche mit einer Mischung aus Allesreiniger, Wasser und ein wenig Chlorix, Dusche und Boden einsprühen, kurz einwirken lassen und mit Wasserschlauch ausspritzen. Fertig.

Samstag, 11. März 2017

Heute steht eine Rundfahrt auf dem Programm. Mal sehen, was sich seit 2012, da waren wir das letzte Mal hier, verändert hat.

Der Diversion Dam wurde gebaut, um das Wasser des Ord River zu regulieren. Der Damm ist ein Teil des Victoria Highways. Viel Wasser ist im Ord River. Der Fluss ist sehr breit, Teile des Uferbereiches sind überschwemmt. Und viel Wasser wird in den tieferen Bereich abgelassen. Drei Backpacker kommen mit Angelruten und versuchen ihr Glück. Ob sie was gefangen haben, so lange wollten wir nicht warten.

Weiter geht es zu Ivanhoe Crossing. Das ist eine befestigte Durchfahrt durch den Ord River, einst Teil der Straße nach Wyndham. Poller zeigen den aktuellen Wasserstand an. Sieht man keine Poller mehr, dann ist der Fluss unpassierbar. So war es zumindest, als wir vor Jahren mit dem Lupo über den Fluss gefahren sind. Da standen die Angler gefährlich nahe der Kante – und unten schwammen die Krokodile.

Nachdem die Struktur der Straße durch Flutwasser schwer beschädigt wurde 2011 die Überfahrt verboten, die Straße gesperrt und die Poller entfernt.

Ca. 100 Meter bevor die Straße am Ord River endet, hängt an einer Schranke ein „Road Closed“ Schild. Wir parken unser Auto und gehen das letzte Stück zu Fuß. Nicht jeder beachtet das Schild. Neben der Schranke ist ein freies Stück, durch das ein Auto passt. Die Australier nutzten das, um bis zum Fluss zu fahren. Und nicht nur das, es wird auch im Fluss gebadet. Wen interessieren schon die gefährliche Strömung oder gar die hier lebenden Krokodile. Im Oktober ist an dieser Stelle ein sechsjähriges Mädchen ertrunken.

Auch hier ist der Uferbereich überflutet. Wo einmal die Toilettenanlage war, ist jetzt nur noch schnell fließendes Wasser.

Auf dem Heimweg fahren wir wieder einmal durch Heuschrecken- und Schmetterlingsschwärme. Klatsch, wieder ein Fleck auf der Windschutzscheibe. Angekommen entfernt Dieter die Insekten aus dem Kühlergrill – Essen auf Rädern für die Vögel.

Pünktlich gegen 16.00 Uhr ziehen Wolken auf, Gewitter und Regen. Kein Wetter zum draußen sitzen.

Übrigens lebt in der Ensuite ein Minifrosch. Knapp zwei Zentimeter lang und schwarze stecknadelgroße Augen. Zu sehen ist er nur, wenn es dunkel ist. Allerdings nur kurz, dann versteckt er sich hinter dem Wasserkasten.

Sonntag, 12. März 2017

Warum stellt denn keiner die Alarmanlage ab? Weil es keine Alarmanlage ist, sondern ein Vogel, der gelernt hat von Menschen verursachte Geräusche nachzumachen.

Bei uns steht ein Ausflug zum Lake Argyle auf dem Programm. Bis zum Stausee sind es ca. 70 Kilometer. Landschaftlich ist es eine wunderschöne Strecke. An einigen Stellen fließt noch Wasser über die Straße. Gut, das an manchen Stellen vor den durch Wasser verursachte Straßenschäden gewarnt wird. Die Löcher sind teilweise ganz schön tief.

Grün bewachsene Berge, hohes Gras neben der Straße, blauer Himmel, weiße Wolken, einfach schön. 2012 sind wir die Strecke schon einmal gefahren. Da war alles trocken und Buschfeuer neben der Straße.

1971 entstand Lake Argyle durch den Bau einer Staumauer. Die Mauer ist ca. 100 Meter hoch, die Dammkrone ist 335 Meter lang. Lake Argyle bedeckt eine Fläche von 1000 km2, das ist 18-mal die Fläche vom Sydney Harbour.

Hier im Norden hat es sehr viel geregnet und der Damm ist das erste Mal seit Jahren so voll, dass er überläuft.

Nach dem Ausflug gehen wir noch einkaufen. Halls Creek und Fitzroy Crossing sind die nächsten Übernachtungsziele.

Montag, 13. März 2017

Keinen trockenen Faden am Leib, das kann man wörtlich nehmen. Bei 33 Grad um 8.00 Uhr und einer hohen Luftfeuchtigkeit, muss überhaupt nichts getan werden, um gleich wieder nass zu sein. Wir hoffen, dass die Luftfeuchtigkeit nach lässt, je tiefer wir kommen.

Der Highway nach Broome ist frei, allerdings gibt es noch Wasser, das über die Straße läuft und Ausspülungen bzw. Löcher.

Durch eine landschaftlich abwechslungsreiche Strecke führt die Straße von Kununurra nach Halls Creek. Es ist wie in der Berg- und Talbahn, bergauf, bergab und so weiter. Mal fahren wir durch einen Schwarm Heuschrecken, mal durch einen Schwarm Schmetterlinge. Da heißt es nachher wieder den Kühlergrill sauber machen.

Pause und Kaffee getrunken wird im Warmun Roadhaus. Da ist heute kaum was los. Gestärkt geht die Fahrt weiter. Bei den wenigen Autos die unterwegs sind, wird jeder Fahrer gegrüßt.

Nachmittags kommen wir in Halls Creek an und buchen auf dem einzigen Caravanpark ein. 38 $, das ist ein ganz schön happiger Preis. Besonders nach dem wir auf den Platz gefahren sind und sehen, in welch schlechtem Allgemeinzustand das ganze Gelände ist. Viel zu teuer für das, was geboten wird. Aber, er hat das Monopol.

Wir machen noch eine Rundfahrt. Viel hat sich hier nicht geändert. Das Auto wird noch betankt, damit sind wir für morgen früh reisefertig.

Dienstag, 14. März 2017

Früh sind wir wieder auf der Straße. Heute ist die Landschaft flach, mit hohem Gras neben der Fahrbahn. Oft haben sich neben der Fahrbahn richtige Seen gebildet, es hat halt viel geregnet.

Termitenhügel gibt es hier in allen Varianten und Farben. Groß, klein, breit, hoch, hellbraun, grau, alles ist vertreten.

Ein inzwischen bekanntes Phänomen, Heuschrecken und Schmetterlingsschwärme. Die Tiere hinterlassen gelbe Flecken auf der Windschutzscheibe und dem Wohnwagen.

Gegen 13.00 Uhr kommen wir in Fitzroy Crossing an und checken auf der Fitzroy River Lodge ein. Zur Lodge gehört auch ein Caravanpark, allerdings kostet der Platz 45 $. Trotzdem kein Vergleich zu gestern. Gepflegte Flächen, Sanitäranlagen die sauber und in Ordnung sind, Pool, Campkitchen, und große Stellplätze.

Dieter betätigt sich wieder als Lieferant für „Essen auf Rädern“ und entfernt die toten Insekten aus dem Kühlergrill und dem Scheibenwischer. Später sehen wir einen kleinen Vogel, der sich die noch verbliebenen Restinsekten aus den Ritzen pickt.

Fahren in die Stadt zum Tanken. Auch hier kostet Benzin 1,50$. Zurück zum Wohnwagen. Auf den leeren Stellplätzen sind inzwischen verschiedene Gruppen von Wallabys und fressen das grüne Gras. Neugierig schauen sie, wer da kommt und fressen dann in Ruhe weiter.

Mittwoch, 15. März 2017

Frühstück mit Kängurus. Die Tiere schauen neugierig, was so passiert. Der Himmel sieht bedrohlich dunkel aus. In der Ferne ist auch schon ein dunkles Grollen zu hören. Das sieht nach einem aufziehenden Unwetter aus. Besser schnell alles einräumen und den Wohnwagen anhängen, damit wir jederzeit losfahren können.

Unter einem mit schwarzen Wolken bedeckten Himmel geht die Fahrt los. Noch hat es nicht angefangen zu regnen. Hoffentlich bleibt das so. Laut dem Straßenzustandsbericht gibt es einige stellen auf dem Highway, an denen Wasser über die Fahrbahn läuft. Die Straße ist aber nicht gesperrt.

Ohne Probleme kommen wir am Nachmittag in Broome an. Bei der Recherche in Wikicamps haben wir das Palm Beach Resort mit dem Angebot, drei Nächte bezahlen und vier Nächte bleiben, gesehen. Somit kostet der Stellplatz nur 33,75 $.

Im Resort angekommen ist die Buchung des Angebotes kein Problem. Ein schattiger Platz direkt neben den sanitären Anlagen ist auch vorhanden. Der Carvanpark ist sehr gepflegt. Auf dem zugewiesenen Platz liegen noch Blätter und Baumfrüchte, die werden sofort zusammen gefegt.