Geralton - Frankfurt a.M.

Samstag, 8. April 2017

Das war ein Sturm heute Nacht. Gut, dass wir alles gut gesichert haben. Es soll auch den ganzen Tag so windig bleiben.Auf der Valley View Farm, ca. 25 Kilometer von Geraldton entfernt, ist heute Flugschau-Tag. Heute ist Dieters Geburtstag und es soll ein besonderer Tag werden. Da ist das bestimmt das Richtige.In den Rucksack kommen Getränke, Sonnencreme, Sonnenhut und schon kann es losgehen. Die paar Kilometer sind schnell zurück gelegt. Die Einfahrt ist gut ausgeschildert und führt über das Farmgelände. Eintritt, 20 $ pro Auto, wird von jungen Soldaten kassiert. Angekündigt sind Flugvorführungen mit unterschiedlichen Flugzeugen, Fallschirmspringer, Ausstellung von Traktoren, Oldtimern, landwirtschaftlichen Geräten, Musikkapelle aus Geraldton und es gibt Essens- und Getränkestände.Das Gelände ist sehr groß. Soldaten weisen den Ankommenden die Parkplätze zu. Der Weg auf Gelände führt am „Parkplatz“ für die Flugzeuge vorbei. Hier stehen mehr als 50 Flugzeuge, alles Privatmaschinen, die auf ihren Einsatz warten.

Traktoren unterschiedlicher Hersteller und Alters warten auf Besucher. Auf der anderen Seite sind Oldtimer-Militärfahrzeuge aufgereiht. Der Krankenwagen macht keinen sehr bequemen Eindruck. Eine weitere Abteilung ist alten Maschinen vorbehalten. Hier hat ein Sammler von Waschmaschinen seine Schätze ausgestellt. Und nicht nur das, die guten Stücke waschen auch noch. Der Modellbau-Club ist mit einem Stand vertreten, an dem motorisierte Flugzeugmodelle zu sehen sind. inen großen Bereich nimmt die Armee ein. Auf dem Gelände ist das Schlachtfeld von Gallipoli, wo viele Australier im Krieg gefallen sind, nachgestellt. Wer möchte kann Krieg spielen. Auch eine Gruppe Reiter ist mit dabei.

Aber das Wichtigste sind die Flugvorführungen. Leider weht auch hier der Wind sehr stark, was zu Beeinträchtigungen führt. Es ist beeindruckend, welche Leistungen die Piloten mit ihren Maschinen vollbringen. Mich hat am meisten ein Hubschrauberpilot beeindruckt. Was der mit seinem Hubschrauber bei diesen Windverhältnissen zaubert, das ist grandios. Hat schon mal jemand einen Hubschrauber rückwärts fliegen sehen? Da er mit dem Hubschrauber mustert (Tiere zusammen treibt) muss er das auch gut können. In einer etwas ruhigen Wetterphase zeigen die Modellflieger, was man mit so einem kleinen Flugzeug und der entsprechenden Fernbedienung alles machen kann.

Wer kann schon auf so eine Idee kommen und auch umsetzen. Eine der Pilotinnen wirf eine Rolle Toilettenpapier aus dem Fenster. Mit den Flügeln ihres Flugzeuges versucht sie das abwärts fallende Papier so oft wie möglich zu teilen. Es gelingt ihr fünfmal, bevor die Rolle auf den Boden fällt. Mit weiteren tollen Flugvorführungen vergeht die Zeit wie im Flug. Ab 15.00 Uhr starten die ersten Privatflugzeuge Richtung Heimatflughafen. Leider muss wegen der Windverhältnisse der geplante Höhepunkt ausfallen. Drei Tiger Moth sollten über das Gelände fliegen.

Eine tolle Veranstaltung und alle Achtung, was die Veranstalter auf die Beine gestellt haben.
Inzwischen sind bereits viele Besucher gefahren und die Abfahrt zur Hauptstraße geht schnell. Nun zurück zum Caravanpark, duschen und umziehen. Zur Feier des Tages gehen wir indisch essen. Sehr lecker.

Sonntag, 9. April 2017

Auf der Einkaufsliste gibt es noch einige offene Posten. Mal sehen, ob wir am Ende des Tages Weiteres streichen können.

Bei der Fahrt zum Einkaufszentrum kommen wir an einem vom Lions Club veranstalteten Markt vorbei. Auto parken und über den Flohmarkt bummeln. Leider nichts dabei, was wir gebrauchen können. Die Einkaufszentren sind heute geschlossen. Läden wie Bunnings, Camping- und Autozubehör sind geöffnet, Woolworth und Coles aber geschlossen. Das ist für Australien ungewöhnlich. Es gibt nichts, was unbedingt gebraucht wird und wir fahren zurück zum Wohnwagen.

Nachmittags stehen wieder Schreibarbeiten auf dem Plan, der Text für den Blog muss geschrieben werden.

Montag, 10. April 2017

Sind bereits früh wach. Dieter konnte nicht mehr schlafen, ihm haben die Geräusche vom Rangieren der Eisenbahnwagons gefehlt. Ich musste die sanitären Anlagen aufsuchen und konnte nicht mehr einschlafen. Jetzt wird erst einmal Kaffee getrunken und gefrühstückt. Wir wollen heute vor der Abfahrt noch einkaufen gehen. Alles wird verpackt und der Wohnwagen so weit vorbereitet, dass er nachher nur noch angehängt werden muss.

Das Einkaufszentrum öffnet um 8.00 Uhr die Türen, wir sind pünktlich vor Ort. Die paar Sachen sind schnell zusammen gesucht, bezahlt und ins Auto geladen. Zurück zum Caravanpark und alles in den Kühlschrank räumen. Kurz vor 9.00 Uhr sind wir abfahrtbereit. Den Schlüssel für die Toiletten zurückgeben, die Kaution wird aufs Konto zurück gebucht nun kann die Fahrt losgehen.

Vom Caravanpark aus auf den Brand Highway Richtung Perth. Nach ca. 80 Kilometern biegen wir ab, auf den Indian Ocean Drive. Der führt an der Küste entlang bis zum heutigen Ziel, Cervantes.

Einen Zwischenstopp zum Mittagessen wollen wir in Jurien Bay eingelegen. Inge hat uns empfohlen, dort Fisch und Chips zu essen. Kurz bevor wir den Ort erreichen, kommen wir an einer Polizeikontrollstelle vorbei. Betroffen sind allerdings nur die Autos auf der Gegenfahrbahn: eine Alkoholkontrolle. Nun wird auch klar, warum die Autos immer schubweise entgegen gekommen sind.

Wir bestellen zum Mittagessen ein Seafood-Basket. Das sind 4 kleinere Stücke Fisch, 4 Tintenfischringe, 2 panierte Krabben, 2 Krabbensticks, 3 Stücke Salz & Pfeffer-Tintenfisch und Pommes, völlig ausreichend für zwei Personen.

Von Jurien Bay aus fahren wir direkt nach Cervantes auf den Caravanpark. Der Platz ist gebucht und bezahlt. An der Rezeption bekommen wir eine Karte, auf der der Stellplatz markiert wird. Ein Teil des Parkes wurde renoviert, neue Cabins und sanitäre Anlagen gebaut und das Gelände neu gestaltet.

Der uns zugewiesene Platz ist im älteren Teil des Geländes, neben einem auf Dauer aufgestellten Wohnwagen. Neben dem Wohnwagen steht eine alte Bleibatterie, die jemand dort abgestellt hat. Das ist nicht nur unschön, sondern auch für die vielen kleinen Kinder gefährlich.

Der Platz ist so schmal, dass das Auto quer vorm Caravan geparkt werden muss. Eine Katastrophe sind die sanitären Anlagen. Damen- und Herrentoiletten sind älter und müssten renoviert werden. Aber nicht nur dass, die Toiletten sind dreckig. Wir machen das, wozu ein Schild in der Anlage auffordert: Wenn was nicht in Ordnung ist, die Rezeption informieren. Die Frau an der Rezeption reagiert nicht, wie man es erwarten kann. Ich habe Fotos von den Toiletten gemacht, die zeige ich ihr als Beweis. Die Antwort: das ist von den Leuten verursacht. Die Toiletten werden zweimal täglich gereinigt. Die Chinesen stellen sich auf die Toilettenbrille um ihr Geschäft zu erledigen, da bleiben Spuren.

Dieter meint, bei 52 $ für einen Stellplatz kann man doch zumindest saubere Toiletten und einen halbwegs ordentlichen Platz erwarten. Der Preis stehe in keinem Verhältnis zu der gebotenen Leistung. Es sei schließlich „High Season“ ist die Antwort. Sie könnte uns einen anderen Platz geben, wenn wir das möchten. Den Aufwand eines Umzuges für die eine Nacht, das muss nicht sein.

Unverständlich sind die guten Rezessionen zum Caravanpark. Die waren mit ein Grund, warum wir hier einen Stellplatz gebucht haben. Gut, dass es nur für eine Nacht ist.

Der eigentliche Grund, warum der Platz in Cervantes gebucht wurde, ist die Nähe zum Nambung Nationalpark und den Pinnacles. Der steht auf der heutigen Ausflugsliste. Die ca. 20 Kilometer bis schnell zurückgelegt. Eintritt müssen wir nicht bezahlen, noch ist der gekaufte Nationalpark-Pass gültig. Eine 4,2 Kilometer lange Rundstrecke führt mitten durch die verwitterten Kalksteinsäulen. Wir haben eine gute Zeit erwischt, es sind nicht viele Autos unterwegs.

Dienstag, 11. April 2017

Das Duschen vergessen wir heute Morgen, die sanitären Anlagen sind immer noch nicht sauber. Der Caravan wird angehängt und ohne Bedauern wird der Platz verlassen. An der Küste entlang fahren wir Richtung Perth.

Auch wenn ein Navi im Auto ist, manchmal ist die gute alte Karte die bessere Wahl. Zumindest in diesem Fall, bei der Fahrt durch Perth Richtung Forrestfield, das ist in der Nähe des Flughafens, stimmt es. Die vom Navi gewählte Route ist zwar etwas kürzer, aber die von uns gewählte besser zu fahren.

Kurz nach Mittag kommen wir beim Discovery Park in Forrestfield an. Bei Buchung wurde schon eine Anzahlung geleistet, nun ist die Restzahlung fällig. Da alles bereits vorbereitet ist, geht die Abwicklung schnell und wir können auf den zugewiesenen Platz fahren. Kein Vergleich mit dem Platz in Cervantes, hier sieht es aufgeräumt aus. Toiletten und Duschen sind sauber, wie es sein soll. Und das während der Osterferien und des bevorstehenden Osterfestes für 29,50 $ pro Tag.

Bevor wir die Sonne genießen fahren wir ins nächste Shopping-Centrum. Es ist schön einfach durch die Geschäfte zu bummeln.

Mittwoch, 12. April 2017

Eine sehr kühle Nacht, nur 11 Grad, tagsüber sollen es 24 Grad werden. Das ist ein kühler Tag. Heute Morgen schon mal ein langärmeliges Shirt aus dem Schrank geholt. Man gewöhnt sich an hohe Temperaturen und dann kommen einem 25 Grad kalt vor. Wir haben oft die Queensländer belächelt, die bei Temperaturen um die 30 Grad über die Kälte gestöhnt haben. Nun geht es uns fast genauso.

Der Kühlschrank wird abgetaut und sauber gemacht, Platz für den Ostereinkauf. Sind bis einschließlich Ostersonntag hier in Perth.

Wir fahren nach Belmont ins Einkaufszentrum, dort gibt es auch einen Aldi. Ein Bummel durch die Läden geht dem Lebensmitteleinkauf voraus. Der Sommer ist vorbei und Bekleidung entsprechend reduziert. Mir gelingt ein Schnäppchen, ein Badeanzug für 1$.

Nachmittags sind wir wieder zurück am Wohnwagen. Dieter fängt schon mal an den Kofferraum aufzuräumen. Barbara und Gerd haben uns zu Beginn der Reise einige Sachen geliehen, die werden wir am Freitag wieder zurückgeben.

Donnerstag, 13. April 2017

Heute wollen wir einige Dinge erledigen. Zuerst steht der RAC auf der Liste. Beim RAC sind Auto und Wohnwagen versichert. Die Versicherungen sind mit einer Laufzeit von einem Jahr abgeschlossen, ein kürzerer Zeitraum wurde nicht angeboten. Die Mitarbeiterin hatte aber zugesichert, dass eine Kündigung vor Ablauf problemlos möglich sei. Aus diesem Grund wurde für die Beitragszahlung ein halbjährlicher Turnus vereinbart. Probleme lassen sich persönlich besser lösen, deshalb fahren wir zur Servicestelle, wo die Versicherungen abgeschlossen wurden. Scheint keine gute Idee zu sein, eine lange Schlange vor den Serviceschaltern. Erstaunlich schnell löst sich das Ganze auf und wir sind an der Reihe. Eine kurze Schilderung der Situation, wir fliegen nach Deutschland, Auto und Wohnwagen werden untergestellt, und die Versicherungspolicen werden zum Termin der nächsten Zahlung gecancelt. So einfach geht das in Deutschland nicht.

Von hier geht es zu Bunnings, Gerds leere Gasflasche gegen eine volle tauschen. Es ist eine ältere Flasche und wir haben Bedenken, dass deshalb kein Austausch erfolgt. Eine Mitarbeiterin sieht, wie die Flasche aus dem Auto in einen Einkaufswagen geladen wird und meint, sie komme gleich zum Tauschen. Erst an der Kasse den geforderten Betrag bezahlen, mit dem Beleg zur Tauschstation, schon erfolgt der Austausch. Wieder einfacher wie vermutet.

Nächste Station ist ein Laden von Camec. Dort gibt es Camping- und vor Allem Zubehör für Wohnwagen. Wollen uns dort mal umsehen. Das Angebot ist gut, aber die Preise sind einfach überteuert.

Nun brauchen wir noch Getränke und Lebensmittel und fahren ins Einkaufszentrum. Inzwischen ist schon früher Nachmittag und der Magen knurrt. Da kommt ein Subway-Laden gerade recht. Bestellt wird ein foodlong italian herb, with chicken and swiss cheese, toasted, tomatoes, onions, carrots, lettuce and garlic-sauce, pepper and salt – auf Deutsch: ein 30 cm langes Brot mit italienischen Kräutern im Teig, belegt mit Hähnchen und Schweizer Käse, das Ganze überbacken, danach kommen Tomaten, Zwiebeln, Karotten und Salat darauf, darüber Knoblauchsoße, Pfeffer und Salz. Einmal in der Mitte durchgeschnitten, das reicht für uns Beide.

So gestärkt wird der restliche Einkauf erledigt. Jetzt waren wir den ganzen Tag unterwegs und haben ein Glas Wein zum Tagesausklang verdient.

Freitag, 14. April 2017

Good Friday (Karfreitag) ist in Australien Feiertag und einer der wenigen Tage, an denen viele Geschäfte geschlossen sind.

Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg zu Barbara und Gerd, die am Anfang geliehen Sachen zurück bringen. Bei der Gelegenheit gibt es viel zu erzählen. Barbara und Gerd sind zur gleichen Zeit wie wir in Perth losgefahren und haben Australien umrundet, allerdings in der entgegengesetzten Richtung.

Es ist kaum zu glauben, über was man alles reden kann. Vom Toilettenpapier und Toilettenpapierspendern, Insekten und anderem Getier in Duschen und Toiletten, Erlebnissen auf der Reise, Wetter, die Themen sind unerschöpflich. So ist es kein Wunder, dass es Stunden dauert, bis wir wieder zurück zum Caravanpark fahren

Samstag, 15. April 2017

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir nach Joondalup zum Bummeln.
Sind noch auf der Suche nach einem Osterbilby, der Alternative zum Osterhasen. Haben bis jetzt erst in einem Geschäft einen Osterbilby gesehen, allerdings sah der nicht besonders echt aus. Es gibt eine Aktion, bei der von jedem verkauften Schokoladenbilby eine Spende an „Rettet den Bilby-Fund“ geht. Bilbys haben wir in Charleville gesehen, niedliche Kerlchen. Den Fund möchten wir gerne unterstützen, leider ist in keinem der Geschäfte, in denen wir waren und die Bilbys im Sortiment haben sollen, einer zu kaufen. So bleibt es beim guten Willen. https://savethebilbyfund.com/

Im Joondalup Einkaufszentrum essen wir noch zu Mittag, bevor wir zurück fahren.

Sonntag, 16. April 2017

Es ist Ostersonntag und wir sitzen beim Frühstück, als es an der Tür klopft. Drei Jugendliche stehen an der Tür und wünschen Frohe Ostern. Jeder hat eine Tüte mit Schokoladeneiern dabei, und wir können uns aus jeder Tüte bedienen. Im Gegenzug können sie sich von unserem Teller bedienen. Die drei sind bescheiden, jeder nimmt sich nur ein Ei. An der Anzahl der Süßigkeiten hat sich nichts geändert, aber die Geste zählt.

Heute sind wir bei Antje, einer ausgewanderten Stammtischlerin und ihrem Lebensgefährten Roger, zum Lunch eingeladen. Lunch kann sich lange ausdehnen, wir sind erst gegen 21.00 Uhr wieder zu Hause.

Montag, 17. April 2017

Heute verlassen wir den Caravanpark in Forrestfield und fahren nach Woodman Point, das ist bei Fremantle. Also nicht weit entfernt. Obwohl wir uns Zeit lassen, sind wir bereits um 10.00 Uhr, eigentlich viel zu früh zum Einchecken, in Woodman Point. Dort ist heute besonders viel los, da nach den Feiertagen die Leute wieder nach Hause fahren. 100 Plätze werden wieder frei.

Wir bekommen einen Platz in bevorzugter Lage, dort gibt es nur vier Stellplätze und 6 Cabins. Nachdem der Caravan wohnfertig ist, fahren wir noch zum Einkaufen. In Cockburn hat Aldi eine neue Filiale eröffnet, dort werden unsere Vorräte ergänzt.

Das Wetter ist heute nicht so besonders, den ganzen Tag bewölkt und nur um die 20 Grad. Das ist kalt.

Dienstag, 18. April 2017

Fremantle ist immer einen Besuch wert und die Innenstadt nur 10 Kilometer entfernt. Wir fahren mit dem Auto nach Fremantle und finden einen Parkplatz im Parkhaus. Von hier aus ist der Cappuccino-Strip gut zu erreichen. Bummeln, Eis essen, den schönen Tag genießen und nachmittags wieder zurück fahren. Es gibt schlechtere Tage.

Mittwoch, 19. April 2017

Fürs Wochenende werden Regenschauer vorausgesagt. Ein Grund mehr, den heutigen sonnigen und warmen Tag zu genießen. Morgens gleich Wäsche waschen und aufhängen. Die hat jetzt den ganzen Tag Zeit zum Trocknen.

Mit dem Auto fahren wir nach South Fremantle und stellen den Wagen dort auf einem kostenlosen Parkplatz ab. Direkt am Parkplatz fährt die Blue Cat, der kostenlose Bus, ab. Wir fahren bis zum Bahnhof und laufen zum Fährhafen. Das Fährticket von Fremantle nach Perth und zurück kostet 40$. Am Schalter ist wenig Betrieb und die Tickets sind schnell ausgestellt. Jetzt aber sofort zur Anlegestelle, das Schiff legt in vier Minuten ab. Die Fahrt nach Perth dauert 1,5 Stunden. Kurz bevor die Fähre den Elisabeth Quay erreicht, sind zwei Delphine zu sehen, die das Schiff kurz begleiten. Das ging alles so schnell, deshalb gibt es kein Bild.
Die Skyline von Perth hat sich seit 2014, als wir das Letzte Mal hier waren, verändert, es sind neue Hochhäuser dazu gekommen.

Der Elisabeth Quay ist im Januar 2016 neu eröffnet worden und ist gut mit Fähre oder der Blue Cat erreichbar. Auf dem Gelände gibt es Promenaden, einen Wasser Park, Spielplätze, Art Work, Restaurants, viele Sitzgelegenheiten. Uns gefällt es hier sehr gut.

Übrigens kann man sich eine Gondel mieten und über den Fluss fahren lassen. 15 Minuten kosten 15 $. So richtig passt das nicht hierher.

14.15 Uhr legt die Fähre ab und erreicht nach 1,5 Stunden Fremantle. Mit der Cat zurück zum Parkplatz, das Auto abholen. Nach einem schönen Tag wieder zurück zum Wohnwagen.

Zum Abendessen gibt es Reste. Bacon und Zwiebeln werden klein geschnitten und angebraten, Lammbraten in Streifen geschnitten und dazu gegeben, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Oregano, fertig ist das Gyros. Dazu gibt es Knoblauchsoße, Salat und ein Kartoffelküchlein. Lecker.

Donnerstag, 20. April 2017

Wenn man einmal anfängt. Unser Wohnwagen hat auf der Stirnseite zwei, wie wir gedacht haben, Zierleisten die quer verlaufen und auf jeder Seite eine, die senkrecht zum Dach führt. Farbe der Leisten: beige.

Unterwegs hat uns ein Nachbar, der ebenfalls mit einen Jayco Wohnwagen reist, darauf aufmerksam gemacht, dass die Leisten geschrumpft und als Ersatzteil erhältlich sind. Inzwischen wissen wir, dass mit dieser Leiste Schrauben abgedeckt und vor Regen geschützt sind. Unterwegs immer mal wieder in diversen Zubehörgeschäften nach diesen Leisten gesucht. Entweder es gab keine, oder zu breit und nicht in der richtigen Farbe. Hier in Fremantle gibt es ein Geschäft das Wohnwagen repariert und auch Zubehör verkauft. Dort sind wir mit einem Stück der alten Leiste als Muster hingefahren. Die junge Frau am Tresen nimmt das Musterstück mit ins Lager. Sie kommt zurück und meint, die im Lager befindlichen Rollen seien zu breit und nur in schwarz oder weiß verfügbar. Ein weiterer Mitarbeiter kommt dazu, der gleich meint, die Leiste war ursprünglich weiß, ist aber schon alt, geschrumpft und schmutzig. Erstaunlich, wie gleichmäßig die Färbung ist. Nun ist es kein Problem, den richtigen Ersatz zu finden. Zurück am Wohnwagen tauscht Dieter die alten Leisten gegen die mitgebrachten neuen aus. Sieht gleich besser aus.

Heute ist Bingo Abend im Recreation Raum. Ausgerichtet wird es von einigen Leuten, die permanent auf dem Caravanpark wohnen. Es gibt kostenloses Abendessen, das von einigen Damen mitgebracht wird. Kuchen, Sandwich, Scones stehen bereit.

Gespielt werden 10 Runden, mit unterschiedlichen Bedingungen. Nach fünf Runden gibt es eine Unterbrechung zum Abendessen.

Beim Bingo haben wir leider kein Glück, aber beim Raffle (Tombola), da gewinnen wir gleich mehrere Preise. Es war ein netter Abend und es hat Spaß gemacht.

Freitag, 21. April 2017

Von Freitag bis Sonntag sind in Fremantle die E-Shed-Markets geöffnet. Ein guter Platz um Souvenirs zu kaufen.

Wie am Mittwoch fahren wir mit dem Auto bis nach South Beach und stellen es auf dem kostenlosen Parkplatz ab. Mit der Cat fahren wir bis zum Bahnhof und laufen zu den Markets. Sind zu früh, die Stände öffnen erst um 10.00 Uhr. Noch genügend Zeit für einen Kaffee.

An einem großen Verkaufsstand kaufen wir ein. Mit einer großen Tüte verlassen wir die Markets.

Das Telefon klingelt, Antje ist dran. Wir verabreden uns gegen 13.00 Uhr vor den Fremantle Markets.

Um nicht mit der großen Tüte durch die Gegend zu laufen, fahren wir mit der Cat zurück zum Auto und verstauen die gekauften Sachen im Kofferraum. Mit dem nächsten Bus fahren wir wieder zurück in die Stadt, dieses Mal zum Cappuccino-Strip.

Vor den Markets treten die unterschiedlichsten Künstler auf. Eine interessierte Menge hat sich zum Zuschauen versammelt.

Mit Antje gehen wir eine Kleinigkeit im Sail $ Anchor essen. Antje hat ihr Auto an einer Parkuhr abgestellt und muss nach einer Stunde Geld nachwerfen gehen. Damit trennen sich die Wege, mal sehen, wann wir uns wieder einmal treffen.
Mit der Cat geht es zurück zum Parkplatz. Von dort fahren wir zur South Street. Ziel ist die deutsche Metzgerei Hela. Schon beim Aussteigen auf dem Parkplatz riecht es nach Rauch, hier wird selbst geräuchert.
Das Angebot an Wurstwaren ist einfach gut. Geräucherter Schinken, in verschiedenen Variationen, Fleischwurst, Leberkäse, Sülze, Leberwurst, um nur einiges zu nennen, wie an einer deutschen Wursttheke. Wir müssen aufpassen, dass nicht zu viel eingekauft wird.
Auf dem Heimweg wird noch ein frisches Brot gekauft, das gibt ein leckeres Abendessen.

Samstag, 22. April 2017

Der Tag beginnt mit einem Bacon & Egg-Roll Frühstück für 3 $ an der Recreation Hall. Wird von den Bewohnern, die länger hier im Park leben, angeboten. Das Angebot wird gut angenommen, beim Bestreichen der Brötchen (Frauen) und am Grill (Männer) ist einiges zu tun.

Gestärkt geht es zurück zum Wohnwagen. Wir wollen schon mal anfangen alles wegzupacken, was nicht mehr gebraucht wird. Dieter nimmt sich das Auto vor, und macht sich mit Putzmitteln und Eimer an die Innenreinigung.

Das Innenleben des Wohnwagens ist mein Revier. Bis zum Mittag sind wir beschäftigt. Anschließend Mittagessen und zum Tanken fahren. Die Tankstelle ist in einem Einkaufszentrum. Und dort gibt es ein Café mit leckerem Eis.

Ist doch toll, dass es ehrliche Leute gibt. Dieter kommt von der Toilette zurück und sucht sein Handy. Ein junger Mann hat ihn gefragt, ob er sein Mobile verloren hat, was er erst einmal verneint hat. Nun ist er unsicher und sucht das Teil. Es ist verschwunden. Mit dem zweiten Telefon wird das Handy angerufen, der junge Mann meldet sich und Dieter kann sein Mobile abholen. Das Smartphone muss ihm aus der Tasche gefallen sein.

Sonntag, 23. April 2017

Geht’s Euch auch so. Man hört eine Werbung, die schlecht ist, einem aber nicht mehr aus dem Kopf geht. Im Radio macht eine Firma Werbung, die Schafdung, der in Säcken verpackt ist, auch nach Hause liefert. Der Slogan lautet: A bag of poo delivered to you.

Heute Morgen gibt es wieder den üblichen Ablauf, wenn wir weiter fahren. Der Wohnwagen wird angespannt, die Schlüssel für die sanitären Anlagen und die Zufahrt zurückgegeben und wir sind wieder on the Road, nach Beverley.

Gegen Mittag kommen wir auf der Farm an. Das Gespann wir erst einmal am Weg geparkt. Inge, Micha und die beiden Enkelsöhne sind mit Arbeiten auf der Farm beschäftigt. Inge unterbricht ihre Arbeit und gemeinsam sitzen wir zusammen. Der Rest der Familie kommt später dazu. Heute wird nichts mehr getan, es gibt viel zu erzählen.

Montag, 24. April 2017

Im Wohnwagen wird alles auf den Kopf gestellt. Alle Fächer werden ausgeräumt. Der Inhalt wird sortiert nach der Devise, was bleibt hier, was wird wieder mit nach Hause genommen. Alles was mit nach Hause geht, wird ins kleine Häuschen geräumt. Dort herrscht inzwischen das Chaos. Koffer, Taschen, Bekleidung, Tüten, alles liegt herum. Ordnung wird später gemacht.

Zuerst ist der Wohnwagen dran. Ich bin für die Sauberkeit im Innenraum zuständig, Dieter wäscht den Camper von außen und bereitet alles für das Abstellen vor. Reifen werden mit höherem Druck aufgepumpt, um alle direkt auf dem Boden liegenden Teile wird Ameisenpulver gestreut, die Unterseite wird mit Insektenspray behandelt, bewegliche Teile mit Silikonspray eingesprüht. Damit ist alles was möglich ist, getan

Dienstag, 25. April 2017

Inges Computer ist seit einigen Tagen nicht mehr einsatzbereit. Dieters Wissen ist gefragt. Er macht sich auf die Fehlersuche und Beseitigung.

Das Chaos im kleinen Häuschen muss beseitigt werden. Die Sortiererei und das Packen der Reisetaschen beginnen.

Am Freitag fahren wir nach Perth, zu Barbara und Gerd. Dort werden wir die Tage bis zum Abflug am 4. Mai bleiben.

Micha und die beiden Enkel sind auf der Farm unterwegs, die Felder für die nächste Einsaat vorbereiten. Vorher müssen die noch verbliebenen Stoppeln abgebrannt werden. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, schließlich kann sich das Feuer leicht ausbreiten.

Wir sitzen gemütlich beisammen, als Inge meint, sie habe Schafe gehört. Und es habe sich so angehört, als wenn es vom Silo gekommen wäre. Wenn das stimmt, dann haben die Tiere die umzäunte Weide verlassen.

Micha macht sich auf den Weg um nachzusehen. Und tatsächlich, 200 Tiere sind außerhalb der Umzäunung und könnten im ungünstigsten Fall auf die Straße laufen. Inge und Micha machen sich daran, die Tiere wieder auf die Weide zurück zu treiben, was auch gelingt. Alles gut gegangen.

Mittwoch, 26. April 2017

Am Wohnwagen sind noch Abschlussarbeiten zu machen. Anschließend wird schon mal das Cover ausprobiert. Passt prima. Noch sind einige Sachen in Gebrauch, die im Wohnwagen bleiben. Deshalb wird das Cover nur provisorisch befestigt.

Inge und Micha müssen einen beschädigten Zaun ersetzen bzw. reparieren, insgesamt sind das 600 Meter.

Abends sitzen wir gemütlich beisammen

Donnerstag, 27. April 2017

Die noch verbliebenen Sachen werden in den Camper geräumt. Nun kann das Cover richtig verspannt werden. Der Wohnwagen ist fertig.

Noch ist der Zaun nicht fertig. Inge und Micha sind bereits früh unterwegs um die restliche Arbeit zu erledigen.

Unsere Arbeiten sind soweit abgeschlossen und wir machen einen Ausflug nach York. Bummeln macht hungrig und wir essen dort zu Mittag.

Nach der Rückkehr wird schon mal ein Teil des Gepäcks ins Auto geladen

Freitag, 28. April 2017

Kurz nach 8.00 Uhr sitzen wir im Auto auf dem Weg nach Perth. In Perth fahren wir zuerst zu Barbara und Gerd. Dort wird das Gepäck ausgeladen und ins Gästezimmer gebracht. Das ist unser Zuhause bis zum Abflug.

Maxine und John haben uns zum Lunch ins Hyatt Hotel eingeladen. Bis zum Treffen mit den Beiden in der Innenstadt ist noch Zeit für ein Schwätzchen mit Barbara und Gerd.

Gegen 11.00 Uhr fahren wir mit dem Auto in die Stadt und parken im Parkhaus, unter dem Hyatt Gebäude. Die Parkgebühren sind heftig, für die erste halbe Stunde 4$.

In der Lobby wird die Zeit bis zum Eintreffen von Maxine und John verbracht. Die Beiden reisen viel und am 1. Mai beginnt die nächste Reise. Es gab nur noch zwei freie Termine, vor der Abreise und heute ist die letzte Möglichkeit.

Die Beiden kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, als Rentner können sie kostenlos fahren. Inzwischen ist das Buffet im Café eröffnet und die reservierten Plätze werden eingenommen. Mit Essen, Trinken und reden verbringen wir einen angenehme Stunden. Dann ist es Zeit sich zu verabschieden. Maxine und John fahren nach Hause, wir holen erst einmal das Auto ab und müssen 27,50$ zahlen.

Von hier aus fahren wir ins Einkaufszentrum nach Belmont und von dort aus weiter zu Barbara und Gerd. Es gibt einen gemütlichen Abend mit den Beiden.

Samstag, 29. April 2017

Auf der Wunschliste stehen noch ein paar Kleinigkeiten und wir fahren zum Bummeln und Einkaufen nach Harbourtown. Mit einigen Tüten kehren wir von dort wieder zurück nach Ascot.

Sonntag, 30. April 2017

Die Sonne scheint, es ist angenehm warm. Das schöne Wetter wird ausgenutzt und wir machen noch ein wenig Sightseeing. Zur Lunchtime fahren wir das Carousel-Einkaufszentrum an und gehen im Foodcourt essen.

Von dort fahren wir wieder zurück nach Ascot. Barbara und Gerd sind noch unterwegs. Mit Kaffee und einem Buch machen wir es uns im Garten gemütlich.

Abends sehen wir gemeinsam das Formel1 Rennen im Fernsehen an.

Montag, 1. Mai 2017

Heute ist der letzte Tag, wo wir unser Auto nutzen. Bis zum nächsten Urlaub wird es bei Inge und Micha auf der Farm abgestellt.

Unsere Sachen werden bei Barbara und Gerd gelassen. Dann geht es erst einmal in die Waschanlage, Auto waschen und aussaugen. So vorbereitet fahren wir nach Beverley. Der Wagen wird neben dem Caravan abgestellt. Dieter klemmt die Batterie ab, dann kommt eine Abdeckplane als Schutz vor Staub und Sonne über das Auto.

Jetzt gibt es nichts mehr zu tun, der gemütliche Teil kann beginnen.

Dienstag, 2. Mai 2017

Wir haben unsere Freunde, Inge, Micha, Barbara und Gerd heute zum Mittagessen ins Miss Maud eingeladen. Die Einladung ist unser Danke schön und gleichzeitig mein Geburtstagsessen.

Da unser Auto auf der Farm bleibt nehmen Inge und Micha uns in ihrem Auto mit nach Perth. Sie setzen uns in Northbridge ab und fahren weiter. Inge hat einen Termin beim Friseur. Die Cat bringt uns in die Innenstadt. Bis zum gemeinsamen Essen ist noch Zeit, die wir mit Geschäftebummeln verbringen.

Um 12.00 Uhr treffen wir uns mit Barbara, Gerd, Inge und Micha vor Miss Maud. Die Auswahl am Buffet ist reichlich und jeder kann sich nach seinem Geschmack bedienen. Nach dem Essen verabschieden wir uns von Inge und Micha, die zurück auf die Farm fahren. Barbara und Gerd sind mit dem Bus in die Stadt gekommen. Zusammen fahren wir zurück nach Ascot.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Bei Emirates soll der Online-Check-Inn 48 Stunden vor Abflug erfolgen können. Gestern Abend haben wir schon versucht, online einzuchecken, ohne Erfolg. Auf dem Bildschirm erschien immer eine Fehlermeldung.

Nach dem Frühstück wird es erneut versucht, wieder mit dem gleichen Ergebnis. Ein Anruf bei der Hotline bringt uns auch nicht weiter. Nach Auskunft der Mitarbeiterin gibt es ein technisches Problem. Wir sollen es später noch einmal probieren.

Heute ist unser letzter Tag in Perth. Wir fahren noch einmal mit dem Bus in die Stadt. Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück. Erneut wird das Online-Check-In aufgerufen. Dieses Mal funktioniert es, die Bordkarten können ausgedruckt werden.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Alles was noch mit nach Deutschland muss, wird eingepackt. Dieses Mal haben wir auch eine Gepäckwaage mit dabei. Es soll ja nicht wieder vorkommen, dass am Check-In-Schalter um- bzw. ausgepackt werden muss. Dieses Jahr ist das Gewichtslimit noch lange nicht erreicht, es wird keine Probleme geben.

Der Flieger nach Deutschland startet um 22.20 Uhr. Barbara und Gerd werden uns zum Flughafen fahren. Das Gepäck wird schon mal im Auto verstaut. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, nun können wir gemütlich die restliche Zeit verbringen.

Damit die Beiden nicht so viel Arbeit haben, gehen wir noch gemeinsam Abend essen. Vom Restaurant aus fährt Gerd direkt zum Flughafen. Das Gepäck wird ausgeladen und wir verabschieden uns von den Beiden, die gleich wieder vom Flughafengelände fahren. Somit entfällt auch die Parkgebühr.

Die Abfertigungsschalter sind noch nicht geöffnet. Wir stellen uns in die Reihe am Online-Check-In-Schalter. Es dauert nicht lange und der Schalter wird besetzt, die Abfertigung beginnt. Der Reisepass wird kontrolliert, das Gepäck gewogen und nach Frankfurt durchgecheckt und die Bordkarten ausgedruckt. Somit ist dieser Teil erledigt. Wir halten uns nicht lange in der Abfertigungshalle auf sondern begeben uns zur Sicherheitskontrolle.

Vor der Sicherheitskontrolle des Handgepäcks muss erst der automatisierte Ausreiseschalter passiert werden. Der Reisepass wird in ein Lesegerät eingelegt, gescannt, dann wird der Durchgang geöffnet. Aber nur, um vor einer weiteren Schranke zu stehen. Bitte geradeaus sehen, hier wird das Gesicht gescannt und mit dem Passbild verglichen. Die Merkmale stimmen überein, die Tür öffnet sich. Jetzt ist man offiziell ausgereist. Leider entfällt der Ausreisestempel im Reisepass.

Weiter geht es zur Sicherheitskontrolle. Laptop auspacken, Hosentaschen leeren, das übliche Procedere. Nichts Verdächtiges im Handgepäck, alles kann wieder eingepackt werden.

Wir haben immer noch die ausgefüllten Ausreisekarten. Was soll mit denen geschehen? Keiner hat danach gefragt bzw. wir haben nichts gesehen, wo die Karten hätten abgegeben werden können. Nehmen wir sie halt mit.

Der Aufruf zum Einsteigen ist erfolgt. Es wird nach Sitzreihen aufgerufen. Wir haben Mittel- und Gangplatz in der Reihe 49. Beim dritten Aufruf ist die Reihe mit dabei. Der Platz am Fenster ist bereits besetzt. Außer einem „Guten Abend“ ist von meinem Nachbarn während des Fluges nach Dubai nichts zu hören. Und eine belastbare Blase hat er auch. Erst kurz vor der Landung in Dubai verlässt er seinen Platz.

Das Handgepäck wird in den Gepäckfächern verstaut, die Handtasche kommt unter den Sitz des Vordermanns. Kissen, Decke, Kopfhörer, alles liegt bereit. Alle Plätze im Flugzeug sind belegt, was besonders dem Paar in der Reihe vor uns nicht gefällt. Die Frau ruft die Stewardess. Sie hätten beim Einchecken darum gebeten, den Mittelplatz frei zu lassen. Das habe der Mitarbeiter auch zugesagt. Jetzt sei der Platz zwischen ihnen belegt. Ob sie nicht einen anderen Platz bekommen könnten. Was aber nicht möglich ist.

Inzwischen werden die Speisekarten verteilt. Nach Erreichen der Flughöhe gibt es noch etwas zu Essen. Dann ist es schon Mitternacht.

Freitag, 5. Mai 2017

Drei Stunden vor der Landung in Dubai werden die Passagiere von einer Durchsage geweckt. „Ist ein Arzt oder medizinisches Personal an Bord? Bitte bei der Crew melden.“ Ob sich Jemand gemeldet hat, das haben wir nicht mitbekommen.

Das Flugzeug ist in Dubai gelandet, da meldet sich der Pilot mit einer Durchsage: „Es kommt medizinisches Personal an Bord. Wir bitten alle Passagiere sitzen zu bleiben“. Erstaunlich, alle bleiben sitzen, es gibt keine Kommentare, es ist ruhig im Flugzeug. Die vordere Kabinentür wird geöffnet, Sanitäter mit Trage betreten das Flugzeug und begeben sich in den oberen Stock (Business Class) des Flugzeuges. Nachdem die Sanitäter nicht mehr zu sehen sind, wird es lebendig im Flugzeug, alle wollen aussteigen.

Wir haben drei Stunden Zeit bis zum Abflug nach Frankfurt. Kaum im Transitbereich, schon heißt es wieder an der Handgepäckkontrolle anstehen. Hier sind sie besonders genau. Uhren, Schmuck, Gürtel, alles muss vor Durchschreiten des Scanners abgelegt werden. Vor mir ist ein älterer Mann, der muss nicht nur die Schuhe ausziehen, sondern er wird weiter überprüft. Er hat ein künstliches Knie, aber keine Unterlagen dabei. Der Sicherheitsmitarbeiter macht sich auf den Weg um Arzt oder Klinik anzurufen. Wie es ausgeht, das haben wir nicht mehr mitbekommen.

Zum Beine vertreten ist genügend Gelegenheit, es ist ein weiter Weg von der Ankunft bis zum Abflugsteig. Dort angekommen suchen wir uns einen Sitzplatz an dem auch die Beine hochgelegt werden können. So wird die bis zum Abflug verbleibende Zeit verbracht.

Die Plätze im Flieger können eingenommen werden. Die Sitze in diesem Flugzeug haben einen geringeren Sitzabstand und die Polsterung der Sitze ist dünner wie auf dem vorherigen Flug. Gut, dass es nur noch 6 Stunden Flugzeit sind.

Nach dem Start wird ein Continental breakfast serviert. Ein sehr mageres Frühstück mit einem kleinen Schälchen Fruchtsalat, Käse, einem Mini-Croissant mit Butter und Marmelade. Aber immer noch mehr, als bei einem anderen Flug und bei einer anderen Fluglinie. Dort wurde einem Passagier, der veganes Essen bestellt hat, eine Banane serviert.

Vor der Ankunft in Frankfurt wird noch Lunch serviert. Heute kann zwischen Hähnchen und Lamm gewählt werden.

Kurz nach 13.00 Uhr landen wir in Frankfurt. Bevor die Passagiere den Frankfurter Flughafen betreten, warten bereits Beamte, die die Ausweise kontrollieren. Erst danach kann der Weg zur Gepäckausgabe und zur Passkontrolle fortgesetzt werden.

Unser Gepäck kommt schnell, kurz vor 14.00 Uhr ist alles auf den Gepäckwagen geladen. Jetzt ist es Zeit Rudi anzurufen. Rudi hat schon gesehen, dass der Flieger gelandet ist und hat den Anruf erwartet. Er fährt sofort los um uns am Flughafen einzusammeln.

Vom Flughafen aus fahren wir nach Griesheim, wo Uta bereits mit Essen auf uns wartet.

Der erste Weg von Dieter und Rudi ist in die Garage. Dort wird unser Auto wieder startklar gemacht, aus der Garage gefahren und das Gepäck umgeladen. Jetzt kann es zum gemütlichen Teil des Tages übergehen.

Essen und erzählen, die Zeit vergeht. Gegen 17.00 Uhr machen wir uns auf um nach Hause zu fahren.

Sechs Monate Australien sind zu Ende.

Fazit:
Wir sind in sechs Monaten mit Auto und Wohnwagen 21.200 Kilometer rund um Australien gefahren. Für uns war die Kombination Auto und Wohnwagen die ideale Möglichkeit zu reisen.

Wir haben teilweise eine Route gewählt, von der wir Anderen wegen der nicht geeigneten Reisezeit abraten. Aber, es gab Gebiete, die wir auf den bisherigen Reisen noch nicht gesehen hatten und das jetzt nachholen wollten. Mit den Vor- und Nachteilen mussten wir uns auseinander setzen.

Da war zu einem das Wetter. Von Januar (Tamworth/NSW) bis April (Carnarvon/WA), also mehr als drei Monate, Tagestemperaturen von über 40 Grad und nachts immer noch über 30 Grad, also tropische Nächte. Und das ohne Klimaanlage im Wohnwagen.

Zyklon Blanche, der während unseres Aufenthaltes in Darwin Wind und vor allem Regen brachte, bis zu einstelligen Temperaturen zu Beginn der Reise, war alles dabei.