Tamworth CMF

Oxley Outlook - Tamworth
Oxley Outlook - Tamworth

Sonntag, 15. Januar 2017

Der Stellplatz in Tamworth wartet. Haben zwar erst ab 16. Januar den Platz gebucht, aber Anfang der Woche gelesen, dass dieses Jahr das Camp bereits am 15. Januar geöffnet wird. Per Email nachgefragt ob wir bereits am Sonntag kommen können. Daraufhin hat Brian angerufen und erklärt, dass wegen der großen Nachfrage schon ab Samstag die Zufahrt geöffnet ist. Wenn wir Sonntag kommen, dann sei das ok.

Die Sachen sind im Wohnwagen und Auto verstaut, der Wohnwagen angehängt, die Fahrt kann beginnen. Wir sind früh dran und es ist wenig los auf der Straße und so sind wir bereits kurz nach 9.00 Uhr vor der Einfahrt von Camp Oxley. Einige Wohnwagen und Wohnmobile stehen bereits auf dem Platz. Am Eingang hängt nur ein Zettel mit einer Mobile-Nummer. Ein kurzer Anruf und Brian kommt angefahren, zum Anweisen des Platzes. Auf dem Football-Platz der Schule sind Plätze abgesteckt. Platz 30 und 31 sind für uns bzw. Pfisterers reserviert.

Der Wohnwagen wird am zugewiesenen Platz geparkt. Brian zeigt, wo Strom- und Wasseranschluss sind. Robert hatte bereits darauf hingewiesen, dass, je nach Lage des Stellplatzes, ein 40 Meter langes Stromkabel bzw. entsprechend langer Wasserschlauch benötigt wird. Wir haben 25 Meter Stromkabel und 30 Meter Wasserschlauch, das reicht aber nicht aus. Mit Verlängerungsschnur wird der Wohnwagen an Strom angeschlossen, dann fahren wir los zu Bunnings, Kabel und Wasserschlauch kaufen. Bei Bunnings ist viel Betrieb. In vielen Einkaufswagen, nicht nur bei uns, liegen Wasserschläuche. Nach dem Einkauf zurück zum Camp und den Wohnwagen richtig anschließen und wohnfertig machen.

Danach erst mal ausruhen und Kaffee trinken. Später fahren wir noch einkaufen. Kühlschrank ist ziemlich leer und der Getränkevorrat schon wieder geschrumpft.

Montag, 16. Januar 2017

Heute Morgen ist der Termin zur Reparatur der Klimaanlage. Pünktlich steht das Auto vor der Werkstatt. Um 17 Uhr soll das Auto abholbereit sein. Die Frau des Inhabers fährt uns zurück zum Wohnwagen. Wenn der Wagen fertig ist, rufen sie an und holen uns auch wieder ab. Das ist doch Kundenservice.

Es gibt einen relaxten Tag. Kurz vor 17 Uhr kommt der vereinbarte Anruf. Nach 10 Minuten ist das Werkstattauto zur Abholung da und setzt uns vorm Firmengebäude ab. Der Firmeninhaber selbst erklärt die Rechnung und zeigt den Schlauch, der zusätzlich zum Kühler ausgetauscht werden musste. Jetzt sollte alles wieder funktionieren. Vorsichthalber aber bitte nächste Woche noch einmal vorbei kommen, dann wird die Klimaanlage noch einmal auf Undichtigkeiten überprüft.

Bei den hier herrschenden Temperaturen von 35 Grad und mehr, hält man sich am besten in klimatisierten Räumen auf.

Nach dem Abendessen fahren wir zum West Diggers und beantragen dort die temporäre Mitgliedschaft. Zutritt zu Clubs wie dem Wests, dem Service Club, dem Bowling Club haben Mitglieder und Gäste. Aber, man muss namentlich eingetragen sein. Man kann sich bei jedem Betreten der Örtlichkeit eintragen, oder eine temporäre Mitgliedschaft erwerben. Die temporäre gilt z.B. während des Country-Musik-Festivals und kostet beim Wests 6 $, beim Service Club 5$. Im Club selbst gibt es für Mitglieder eine Ermäßigung auf Speisen und Getränke.

Noch ist es ganz gemütlich im Club. Die Musik von Marie Hobson und Wendy Phypers mit der Cartwheels Band ist gut anzuhören. Da vorne, da sitzt eine Frau, die kommt mir bekannt vor. Das ist Allison. Allison und ihr Mann waren 2014 in Dubbo Nachbarn auf dem Campingplatz! Ich spreche Allison an, die mich auch gleich erkennt. Das Hallo ist groß. Ich sage es ja immer, die Welt ist klein.

Vom Wests geht es zum Service Club, auch hier die Mitgliedskarten ausstellen lassen. In der Lounge spielt Shane Tainaki. Der hat 2014 hier auch gespielt. Beim Verlassen des Clubs verabschiedet uns ein Mitarbeiter mit „auf Wiedersehen“.

Dienstag, 17. Januar 2017

Den Tag verbringen wir mit kleinen Arbeiten wie Wäsche waschen, Fridge auswaschen, Auto sauber machen, etc. Nur nicht hetzen.

Abends sehen wir uns im West Digger Jonny Taylor an. Dessen Auftritt soll eigentlich um 19 Uhr beginnen. Inzwischen ist es 19.30 Uhr und die Band ist noch beim Soundcheck. Die Band, die vorher aufgetreten ist, hat viel überzogen. Und der Auftritt von Jonny soll bis 23 Uhr dauern, wird aber von der Clubleitung kurzfristig um eine Stunde gekürzt. Der Künstler ist etwas sauer.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Uta und Rudi melden sich telefonisch. Sie sind pünktlich in Sydney gelandet, haben das Wohnmobil übernommen und sind jetzt im Lane Cove Nationalpark. Es hat alles gut geklappt und wollen den Rest des Tages zum eingewöhnen nutzen. Ist schon ein krasser Klimawechsel. Von 4 Grad in Frankfurt zu 35 Grad in Sydney.

Bei uns steht tagsüber nur einkaufen auf dem Plan. Frische Lebensmittel können nicht lange aufbewahrt werden. Bei Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad streikt auch der Kühlschrank.

Gut, dass es Konzerte in klimatisierten Räumen gibt. Wir haben uns für heute Abend den South Bowlo Club ausgesucht. Dort ist das monatliche Treffen des CMA mit Jam Session. Das heißt, jeder der möchte kann sich auf eine Liste setzen lassen und zwei Lieder vortragen. Die Bandbreite der Darbietungen ist groß. Uns macht es immer wieder Spaß, die Leute zu beobachten und zu lästern. „der Rock könnte auch länger sein“, „trägt Mann die Hose jetzt unter dem Bauch“ sind Dinge, die auffallen.

Ein älterer Mann kommt auf die Bühne. Wieso ist Rudi denn schon hier? Ist der erste Gedanke. Es könnte ein Bruder von Rudi sein. Der erste Gang des Mannes nach seinem Auftritt ist an die Bar. Nun ist es fast sicher, er muss mit Rudi verwandt sein.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Uta und Rudi werden vermutlich am Nachmittag eintreffen.

Bei fast 40 Grad ist jedes bisschen Schatten willkommen. Der Wohnwagen hat eine Rollmarkise, was äußerst praktisch ist. Allerdings gibt es hier wenig Schatten und wir haben zwei „Mesh Shade Walls“ gekauft. Die bringt Dieter rechts und links an der Markise an. Die Teile halten auch 50 % der UV-Strahlung fern. Gibt nicht so schnell einen Sonnenbrand. In der Zeitung wird vor der zurzeit herrschenden hohen UV-Strahlung gewarnt.

Bei fast 40 Grad schafft es der Kühlschrank kaum richtig zu kühlen. Nach Angaben des Herstellers kühlt das Gerät 20 Grad unter der Außentemperatur. Viel zu warm im Kühlschrank und ans Kühlen von Getränken gar nicht zu denken.

Hier haben wir zum ersten Mal einen Automaten gesehen an dem es Trinkwasser und Eiswürfel zu kaufen gibt. Für die Eiswürfel werden große Plastiktüten zur Verfügung gestellt. Wasser muss man in eigene Behälter abfüllen. Eiswürfel kaufen funktioniert so: Geld einwerfen, Beutel unter den Auslass für die Würfel halten, Knopf für Eis drücken, der Auswurf erfolgt in den Beutel. Fertig.

Gegen 16 Uhr kommen Uta und Rudi hier an. Deren Wohnmobil wird geparkt und eine Begrüßung mit großem hallo schließt sich an. Mit einem kühlen Getränk wird erst mal auf eine schöne Zeit angestoßen.

Wir wollen uns mit Judy und Bert, australischen Bekannten, treffen. Judy schickt eine SMS, dass sie im South Bowlo Club sind und ob wir dorthin kommen. Zum South Bowlo wollten wir heute Abend sowieso, dass passt.

Kurz vor 18.00 Uhr, dem Beginn der Veranstaltung, schickt Judy erneut eine SMS. Der Bowlo Club ist voll, es werden keine Personen mehr eingelassen. Dann können wir uns noch Zeit lassen und fahren erst gegen 19.00 Uhr von hier los. Als wir eintreffen, haben die ersten Leute bereits das Lokal verlassen und wir kommen zumindest hinein, finden aber keinen Sitzplatz. Im Außenbereich gibt es noch eine Bank, das muss fürs Erste genügen.

Leider sehen wir nicht viel von den Künstlern und die Musik ist hier draußen kaum zu hören. Uta und Rudi bekommen zumindest einen Eindruck vom Geschehen. Nachdem wir was gegessen haben, fahren wir zurück, zu einem Absacker vorm Wohnwagen

Freitag, 20. Januar 2017

Für Uta und Rudi ist neben der Zeitumstellung auch das Wetter eine große Herausforderung. Von Minusgraden in Frankfurt zu Temperaturen von 35 Grad und mehr. Da heißt es erst mal langsam machen.

Wohnmobil und Wohnwagen sind so gestellt, dass in der Mitte ein gemeinsamer Platz entstanden ist. Tische und Stühle werden unter die Markise des Wohnwagens gestellt, der Essplatz ist fertig.

Nach dem gemeinsamen Frühstück fahren wir in die Stadt. Das Auto wird im überdachten Parkplatz des Einkaufszentrums abgestellt.in der Nähe der Peelstreet abgestellt. Mit einem Bummel über die Peelstreet, das ist die Haupteinkaufsstraße der Stadt, und während des Festivals der Ort, an dem die meisten Straßenmusikanten stehen, sollen die Beiden schon mal einen Eindruck vom Geschehen bekommen.

Uta ist gleich von den ersten Buskern, dem Duo „The Horizons“ begeistert. Es ist ein Paar, das wir bereits vor 10 Jahren gesehen und gehört haben. Damals haben die meinen Countrysong „Elvira“ gespielt. Ein kurzes Gespräch mit der Frau und Austausch von Erinnerungen (damals waren wir noch schlanker) und meine Bitte, den Song noch einmal zu spielen, wird sofort erfüllt. Uta ist ganz überrascht und begeistert, als sie den Song das Erste Mal hört.

Es fängt an zu regnen. Was heißt regnen, es schüttet. Wir machen, dass wir ins Trockene kommen. Nach kurzer Beratung geht es zurück zu Wohnwagen und Wohnmobil.

Ich hatte zwar die Fenster im Wohnwagen geschlossen, aber im Pop-Up-Dach die Öffnung zum durchlüften nur halb geschlossen. Wenn es gerade herunter geregnet hätte, dann wäre nichts passiert. Das hat der Wind vereitelt und etwas Wasser ist in den Innenraum gelangt. Dabei ist Dieters Deckbett nass geworden. Bei der Wärme trocknet es aber schnell.

Noch eine Kleinigkeit essen, dann ausruhen für die Abendveranstaltung. Ausgesucht haben wir das Eröffnungskonzert im Park.

Gott sei Dank hat es inzwischen aufgehört zu regnen. Kurz vor 18 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Park. Stühle und Verpflegung sind mit dabei. In der Nähe des Parks gibt es sogar noch einzelne Parkplätze, was ungewöhnlich ist. Die Leute warten erst mal ab, ob es trocken bleibt. Die Zuschauermenge im Park ist übersichtlich. Es ist kein Problem einen Platz mit Blick auf die Bühne zu finden. Für den Fall, dass es wieder anfängt zu regnen, werden die Stühle unter einem Baum aufgestellt.

Die Idee war gut, kurz nach Beginn des Konzertes fängt es an zu tröpfeln, hört aber wieder auf. Die Umsitzenden rücken näher unter den Baum und die Regenschirme werden aufgespannt - und wieder geschlossen. Leider geht es so weiter. Kurz ist es trocken, dann fängt es wieder an zu regnen. Die Regenjacken werden ausgepackt mit dem Willen dem Wetter zu trotzen. Der Platz unterm Baum ist begehrt, die anderen Besucher rücken näher. Schirme werden aufgespannt – und wieder geschlossen. Leider meint es der Wettergott nicht gut mit den Veranstaltern und den Zuschauern, es fängt zu schütten. Das hat keinen Zweck, wir packen zusammen und gehen zum Auto. Bis wir dort sind, sind wir nass bis auf die Haut. Uta zieht im Auto ihr T-Shirt aus, damit die Sitze nicht nass werden.

Zurück an Wohnmobil und Wohnwagen werden die nassen Sachen sofort ausgezogen. Um einer drohenden Erkältung vorzubeugen gibt es im Wohnmobil von Uta und Rudi noch einen Absacker.

Samstag, 21. Januar 2017

Die Sonne scheint, es ist trocken und warm. Ideales Wetter um zum Oxley Lookout zu fahren. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt und die Umgebung.

Das Telefon klingelt. Barbara meldet sich mit: Ratet Mal wo wir gerade vorbei fahren. So eine Frage kann ja nur eines bedeuten, Barbara und Gerd fahren durch Tamworth. Barbara hatte von unterwegs versucht, einen Stellplatz mit Stromanschluss zu bekommen. Keine Chance, alles ausgebucht. Erst in 80 Kilometer Entfernung war noch was frei, dort haben sie für zwei Nächte gebucht. Barbara und Gerd wollen Morgen nach Tamworth kommen und den Tag mit uns gemeinsam verbringen. Das ist doch super. Es wird ausgemacht, dass sie zuerst nach Camp Oxley kommen, wir gemeinsam Kaffee trinken und dass was zusammen unternehmen.

Uta und Rudi haben nach der Übernahme des Wohnmobils nur das Nötigste eingekauft und bei uns ist der Getränkevorrat schon wieder geschrumpft, wir fahren einkaufen.

Danach erst mal ausruhen, bevor am frühen Abend das BBQ zum Einsatz kommt. Rudi ist der Grillmeister.

Sonntag, 22. Januar 2017

Unter der Markise wird wieder gemeinsam gefrühstückt. Barbara meldet sich telefonisch bevor sie losfahren. Die Fahrt hierher wird ca. eine Stunde dauern.

Gegen 9.30 Uhr kommen die Beiden an. Es gibt ein großes Hallo und eine herzliche Begrüßung. Jetzt erst Mal Kaffee trinken und eine Zigarette (Barbara) rauchen. Gemeinsam fahren wir in die Stadt und stellen die Autos im schattigen Parkhaus unter. Ein Bummel über die Peelstreet schließt sich an, immer eine gute Gelegenheit die ersten Eindrücke von dem, was alles geboten wird, zu bekommen.

Danach geht es in Joe Maguries Pub. Dort treten heute Steve Passfield und Kathryn Jones auf. Steve, der im Dezember 2014 beim Stammtisch und in der Zehntscheune ein Konzert gegeben hat, war mit seiner Frau Renate Gast bei Uta und Rudi. Nun sollen die Beiden ihn bei einem Konzert in Australien erleben.

Die Küche bleibt kalt, wir werden im Pub essen. Da wir so früh sind können die Sitzplätze noch ausgesucht werden. Ein Tisch, direkt vor der Bühne, wird mit der deutschen Fahne gekennzeichnet.

Steve kommt mit Kathryn im Pub an und begrüßt uns Alle sehr herzlich. Es ist schon was Besonderes, sechs Deutsche an einem Tisch, die wegen ihm gekommen sind. Steve erzählt auch während des Konzertes, was der „deutsche Tisch“ für eine Bedeutung hat.

Und dann kommt es, Uta wird auf die Bühne gerufen. Ein Punkt im Programm von Steve ist, dass er einen Besucher aus dem Publikum für einen Tag zum „Australier“ erklärt. Das ist dieses Mal Uta. Als Steve Uta auffordert, ihm einen Satz nachzusprechen hat sie mit der kurzen Frage: „Why?“ die Lacher auf ihrer Seite.

Wir haben viel Spaß zusammen. Nach Ende des Konzertes verabschieden sich Barbara und Gerd, sie haben ja noch 80 Kilometer zu fahren. Für uns sind es nur fünf Kilometer, bis zum Camp. Gemeinsam sitzen wir noch eine Weile zusammen und reden über alles, was am Tag so passiert ist. Uta ist ganz happy und singt: „I am Australian“

Montag, 23. Januar 2017

Heute ist Hausfrauentag und Wäsche waschen steht auf dem Programm. Im Camp gibt es keine Waschmaschinen und wir müssen nach Tamworth in die Selbstbedienungs-Wäscherei. Wir sind noch am zusammen suchen, da klingelt das Telefon. Barbara ist dran. Ihnen hat es gestern so gut gefallen, dass sie heute noch einmal nach Tamworth kommen. Sie meldet sich telefonisch, wenn sie da sind.

Mit der schmutzigen Wäsche geht es zur Wäscherei. Wir haben Glück, es sind noch zwei Maschinen frei. Nun heißt es warten. Waschen, trocknen, zusammenlegen. Bis alles erledigt ist, ist es fast Mittag. Noch keine Nachricht von Rudiseles, wir fahren ins Einkaufszentrum. Kaum dort angekommen klingelt das Telefon. Die Beiden sind nun in Tamworth auf der Kable Avenue. Bei uns dauert es noch einen Moment, bis der Einkauf beendet ist, dann melden wir uns bei ihnen.

Nachdem der Einkauf beendet ist, rufen wir bei Gerd und Barbara an. Die frischen Lebensmittel müssen erst in die Kühlung, danach können wir uns treffen. Als Treffpunkt wird die Fanzone auf der Peelstreet vereinbart.

Am Treffpunkt angekommen ist von Barbara und Gerd nichts zu sehen. Ein Telefonanruf und schon kommen wir zusammen. Gemeinsam essen wir zu Mittag, dann fahren die Beiden wieder zurück zu ihrem Wohnwagen. Wir fahren zurück zu unserem Stellplatz, ausruhen für heute Abend. Es ist wieder ein Konzert im Park. Dieses Mal unter dem Motto: Amerikana

Die Leute kommen spät, keiner traut dem Wetter. Aber, es bleibt trocken.

Dienstag, 24. Januar 2017

Steve Passfield und Kathryn Jones sind Ehrengäste bei „Rhymer s Roundup“ im North Tamworth Bowling Club. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr. Im Mittelpunkt stehen die Buschpoeten und Komödianten. Es ist eine bunte Mischung von Geschichten und lustigen Vorträgen. Steve und Kathryn sorgen für den musikalischen Teil der Veranstaltung. Wir haben alle sehr viel Spaß.

Nach der Veranstaltung fahren wir zum Square Man Inn, einem Restaurant, in dem Morgen Steve und Kathryn auftreten. Es kostet keinen Eintritt, aber man soll zumindest etwas trinken bzw. Essen und Trinken.

Unser Kaffeevorrat ist fast zu Ende und gestern war unsere Sorte ausverkauft. Wollen es in einem anderen Markt probieren. Zum Mittagessen wird gegrillt und entsprechend eingekauft.

Abends in den Pub zur Pickers Night. Kathryn, die auch einen Auftritt hat, kommt an den Tisch und grüßt mit Happy Hour.

Stuie French spielt mit seiner Band und Gäste kommen, um sich mit einem Lied zu präsentieren. Welche Gäste kommen, das ist dem Zufall überlassen. Wer kommt meldet sich bei Camille (Stuies Frau), die dann die Auftritte managt. Das Ganze ist auch für die Musiker der Band schwierig, die erst wenn der Sänger auf die Bühne kommt erfahren, was dargeboten wird. Eine kurze Erklärung muss oft genügen. So etwas funktioniert nur mit sehr guten Musikern. Nach drei Stunden ist eine tolle Veranstaltung vorbei. Inzwischen hat es wieder angefangen zu regnen. Dieter holt das Auto, damit wir einigermaßen trocken einsteigen können. Im Camp angekommen werden, bei einem kühlen Getränk, die Ereignisse des Tages noch einmal besprochen.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Heute Morgen fahren wir mit dem Auto noch einmal in die Werkstatt. Dort soll, nach der Reparatur der Klimaanlage, noch einmal überprüft werden, ob alles dicht ist.
Uta und Rudi bleiben im Camp zurück.

Wenn wir Stoff mit Aboriginie-Muster sehen, dann sollen wir welchen mitbringen, so lautet der Auftrag. Stoffe mit solchen Mustern werden nicht oft angeboten. In Tamworth haben wir einen Laden entdeckt, der sogar mehrere Muster vorrätig hat. Allerdings haben wir nicht darauf geachtet, dass es nur Restrollen sind und die gewünschte Länge nicht vorhanden ist. Von einem Stoff sind noch 2,5 Meter, von einem anderen noch 1,25 Meter da. Mit der Verkäuferin wird verhandelt, ob ein Preisnachlass möglich ist, zumindest das Eine ist ein Reststück. Nichts zu machen, Preisnachlass ist erst unter einem Meter Stoff möglich. Ok, kann man nichts machen. Dieter bezahlt und wir verlassen den Laden. Sind schon im Auto unterwegs, da kommt mir der bezahlte Preis zu hoch vor. Dieter hält an und der Kassenzettel wird heraus gesucht. Der bezahlte Preis ist zu hoch, die Verkäuferin hat eine falsche Länge abgerechnet. Wieder zurück in den Laden, erklären was passiert ist, die Kollegin schreibt den zu viel gezahlten Betrag wieder gut. Auf dem Rückweg noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und dann zurück zum Caravan.

Es regnet schon wieder. Somit fällt das geplante Grillen buchstäblich ins Wasser und der Nachmittag wird im Caravan verbracht.

Gut, dass wir uns heute nicht ums Essen kümmern müssen. Um 18 Uhr sind Plätze im Square Man In bestellt. In dem Restaurant spielen heute Abend Kathryn und Steve. Schade, dass es immer noch regnet. Das Essen ist sehr lecker. Dazu gute Musik, was will man mehr.

Nach Ende der Veranstaltung zurück zum Wohnwagen. Inzwischen hat es so viel geregnet, dass vor unseren Campern das Wasser steht. Hoffentlich versickert das bis morgen früh.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Heute ist Australia-Day. Eigentlich ist für heute geplant, zum großen Australia-Day-Konzert mit abschließendem Feuerwerk in den Park zu gehen. Aber, laut Wetterbericht soll es wieder regnen und Gewitter geben. Da ist uns ein Open Air Konzert zu gewagt, schließlich sind wir schon einmal nass geworden. Der Veranstaltungskalender wird durchgesehen und mal etwas ganz anderes heraus gesucht: ein Rodeobesuch, da sitzen wir im Trockenen.

Mit Uta und Rudi fahren wir zur Goldenen Gitarre und besuchen das dortige Informationszentrum. Karten fürs Rodeo können auch hier gekauft werden. Noch ein Abstecher ins Stadtzentrum, um zu sehen was hier los ist. Dann ist es auch schon wieder Zeit, für die Abendveranstaltung auf den Weg zu machen.

Am Pferdesportzentrum, wo das Rodeo stattfindet, ist viel Betrieb, aber wir finden einen Parkplatz in der Nähe. Gut, dass die Karten bereits im Vorverkauf erworben wurden, die Schlange an der Kasse ist lang.

Wir haben noch gute Plätze bekommen. Allerdings sind die fest montierten Sitze sehr schmal. Die unterschiedlichen Wettbewerbe, z.B. Barrel Racing, werden im Rahmen der australischen Meisterschaften ausgetragen. Heute Abend werden einige Hoffnungen zerstört. Nach der Veranstaltung wieder zurück zum derzeitigen Zuhause. Es hat übrigens heute Abend nicht geregnet, wenn man das immer vorher wüßte.

Noch eine negative Nachricht
In Perth ist im Rahmen der Australia-Day Feierlichkeiten ein Wasserflugzeug in den Swan River gestürzt, auseinander gebrochen und untergegangen. Die Beiden Insassen sind tot. Das Feuerwerk für den Australia-day wurde daraufhin abgesagt

Freitag, 27. Januar 2017

Ein ruhiger Tag, das muss auch einmal sein. Ein wenig bummeln, einkaufen und wieder zurück zum Camp. Bei einem gemeinsamen Mittagessen gemütlich zusammen sitzen. Für heute Abend haben wir Eintrittskarten für die Town Hall. Zum einzigen Konzert von John Williamson während des Festivals. Die Karten bereits von Deutschland über das Internet gekauft und gute Plätze bekommen. Sind gespannt, wie Uta und Rudi das Konzert gefällt.

Wir haben Williamson bereits mehrmals live gesehen und immer war es ein Genuss ihm zuzuhören. Der Mann kommt mit seiner Gitarre auf die Bühne, auf der ein angedeutetes Lagerfeuer brennt, setzt sich auf einen Stuhl und fängt an zu singen. Schon hat er die Zuhörer in seinen Bann gezogen. Dieses Mal hat er noch zwei sehr gute Musiker mitgebracht. Er spielt altbekannte Lieder, die natürlich nicht fehlen dürfen, aber auch seine neuesten sind mit dabei. Am Ende finden wir vier, es war ein tolles Konzert.

Uta hat sich die neueste CD gekauft und lässt sie anschließend signieren. Den Beiden hat es sehr gut gefallen. Rudi hat mitgezählt, im ersten Teil hat John Williamson 15 Lieder gespielt, im zweiten Teil zwölf und zwei Lieder Zugabe. Nicht schlecht für einen Mann von inzwischen 72 Jahren.

Samstag, 28. Januar 2017

Heute müssen wir früh aufstehen und in die Stadt fahren, zur Cavalkade. Das ist ein Umzug, ähnlich wie bei uns ein Faschingsumzug. Nur werden stehen hier die Künstler bzw. Sänger im Mittelpunkt. Wir fahren wieder ins Parkhaus vom Shoppingcenter, da hat zumindest das Auto ein Dach über dem Kopf. Jeder nimmt seinen Stuhl in die Hand und los geht es, einen Platz auf der Peelstreet suchen. Wir sind ziemlich am Ende der Strecke und es gelingt, für alle vier Stühle einen Platz zu finden. Nun heißt es warten, um 9.00 Uhr startet der Zug. Erstaunlich schnell kommen die ersten Autos vorbei. Zügig geht es voran, es sind wenig Musikkapellen bzw. Fußgruppen dabei. Die Künstler werden alle mit Autos an den Wartenden vorbei gefahren. Zum Schluss sorgt die Müllabfuhr dafür, dass alles wieder sauber ist.

Laut Programm werden die Entenrennen des Lion Clubs direkt nach der Cavalkade gestartet. Da müssen wir uns beeilen, dass wir zum Startplatz kommen. Der Lions Club sammelt mit dieser Aktion Geld für gemeinnützige Tätigkeiten. Es gibt teure (200$) Enten, die überwiegend von Firmen erworben wurden, und ca. 1500 Enten die für 5$ verkauft wurden, an Leute wie uns.

Also schnell die Stühle und alles zusammen packen, zum Auto bringen und zum Startplatz des Entenrennens fahren. Ein Parkplatz ist relativ schnell gefunden, wir machen uns auf den Weg, da hören wir bereits, wie die ersten drei Nummern ausgerufen werden. Eins von drei Rennen der „teuren“ Enten ist bereits beendet. Zwei stehen noch aus. Die Behälter mit den Plastikenten werden an der Startlinie ins Wasser entleert und los geht es. An der Ziellinie warten bereits die Helfer, um die Gewinnerenten heraus zu fischen.

Die 1500 Enten des letzten Rennens werden mit einem Kran zu Wasser gelassen. An einem Autokran hängt ein großer Behälter, der von Helfern in die Mitte des Flusses gezogen wird und dann ausgekippt. Nun schwimmt mal schön. Unsere Enten sind etwas flügellahm und kommen irgendwo im guten Mittelfeld (vermuten wir) an. Nichts gewonnen, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Und einem guten Zweck dient es außerdem.

Genug Entertainment für heute und zurück zum Wohnwagen. Schließlich muss heute noch alles abgebaut werden, was nicht mehr gebraucht wird. Der Platz muss morgen um 9.00 Uhr verlassen werden.

Der Sportplatz hat durch den Regen ganz schön gelitten. Bei uns sieht es noch gut aus, zwar einige Spurrillen, aber im Ganzen noch fahrbar. Betroffen sind vor allem die Camper, die auf dem oberen Platz stehen. Der besteht inzwischen zu 90 % aus Schlamm und Spurrillen. Ein Camper ist besonders betroffen, vor und auf seinem Standplatz steht das Wasser. Der reinigt schon den ganzen Morgen seinen Wohnwagen.

Sonntag, 29. Januar 2017

Das letzte gemeinsame Frühstück in diesem Urlaub. Dann werden die verbleibenden Sachen eingeräumt und nach der Verabschiedung trennen sich die Wege. Uta und Rudi fahren nach Sydney, zu Renate und Steve Passfield.

Bei uns geht es weiter nach Norden. Tagesziel ist Moree und dort der Mehi River Caravan Park. Da waren wir vor Jahren schon einmal.

Dort angekommen wird erst einmal Wäsche gewaschen. Da in Tamworth keine Waschmaschine im Camp war, hat sich viel Wäsche angesammelt.

Endlich ist die Internetverbindung wieder schneller und stabil. In Tamworth gab es, wahrscheinlich wegen der vielen Personen die online gehen wollten, Probleme. Das Internet war nicht nur sehr langsam sondern fiel auch oft aus. Deshalb mit der Verschickung des Stammtisch-Newsletter gewartet. Nun kann der Newsletter verschickt werden. Der fällt allerdings dieses Mal sehr kurz aus.

Bei 40 Grad Außentemperatur ist der Aufenthalt im kühlen Pool sehr angenehm